Weltklasse aus dem „Reich der Mitte“: Glanzvolle Premiere im Weihnachtszirkus

22. Dezember 2018 @

Staunen, Luft  anhalten und tosender Applaus vom Publikum bei der Auftakt-Veranstaltung vom Weihnachtszirkus  auf dem hannoverschen Schützenplatz  begleitete die Künstler und Artisten vom Chinesischen Nationalzirkus durch einen unterhaltsamen  Abend. Vor fast 30 Jahren begeisterten chinesische Spitzenartisten erstmalig die Zuschauer  in Hannover. Zum Jubiläum wollen die Künstler aus dem Reich der Mitte noch bis zum 31.Dezember ihr Publikum auf absolutem Weltklasseniveau unterhalten.

Mit unglaublichen Jonglagen wartet der Zirkus auf – Foto: Grandezza Entertainment

Bis zum heutigen Tage fasziniert die außergewöhnliche Zirkuskunst aus China durch den Menschen und das, was der Mensch mit seinem Körper fähig ist zu tun. Und genau das ist es auch, was diese außergewöhnliche Kunstform die Jahre hat überdauern lassen und auch im dritten Jahrtausend ihres Bestehens immer noch ein Publikumsmagnet sein lässt. Atemberaubende Kunststücke, nur mit dem Körper oder den Zuschauern ebenfalls bekannten Alltagsrequisiten von – zumindest dem ersten Anschein nach – normalen Menschen dargeboten, begeisterten die Zuschauer  immer wieder aufs Neue.

Im Mittelpunkt des farbenprächtigen Geschehens auf dem Schützenplatz in Hannover standen mehr als 30 Meister und Meisterinnen ihres Faches, eine Künstlerschar aus verschiedenen chinesischen Provinzen, die hier zur Weihnachtszeit Hochleistung im bunten Gewand schier federleicht präsentierten. Neben klassischen Disziplinen wie waghalsigen Pyramiden, mutigen Balancen, pfeilschnellen Jonglagen, amüsanten Clownerien und unglaublichen Kontorsionen sind es vor allem die verspielten Fantasiefiguren und aufwändigen Kostüme, die der Inszenierung ein sympathisches Gesicht verleihen. Hier wird zum Löwentanz gebeten, da marschiert eine ganze „Terrakotta-Armee“ auf, die große Mauer öffnet sich.

Seit drei Jahrzehnten erzählen die Akrobaten den Besuchern Geschichten aus und über ihr Land, über die Helden Chinas, die Spiritualität und Mentalität des Volkes. Sie gewähren den Zuschauern einen Einblick in die geheimnisvolle und faszinierende Kultur des fernen Landes. Die fernöstliche Artistik geht dabei auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück, was auch die einzigartige, technisch und künstlerisch perfekt ausgeführte Akrobatik der Künstler zeigt. Die Leichtigkeit bei der Ausführung schwieriger Kunststücke, das scheinbare Außerkrafttreten physikalischer Grundgesetze – all das führt den Besucher in eine neue, kunstvolle und auch magische Welt des Möglichen ein.

Fast braucht man keinen Weihnachtsbaum mehr – Foto: Granddezza Entertainment

Der chinesische Nationalzirkus erfährt seit seiner fulminanten Weltpremiere große Wertschätzung bei seinem Publikum. Der großartige Wiener Universalkünstler André Heller schuf mit diesem ebenso poetischen wie auch leistungsstarken Zeugnis der Jahrtausende alten fernöstlichen Körperkunst ein einzigartiges Unterhaltungsformat. Seit vielen Jahren wird das Projekt vom Kulturmanager Raoul Schoregge weitergeführt, der seit der Jahrtausendwende damit zahlreiche unterschiedliche neue Programme auf die Bühnen und in die Manegen brachte.

„Eine tolle Atmosphäre im festlich geschmückten Zelt, einzigartige Darbietungen von außergewöhnlichen Künstlern  im Zusammenspiel   mit passender  Musikbegleitung stimmen mich hervorragend  auf die Festtage ein“, urteilte eine beeindruckte Zuschauerin, die im zurückliegenden Jahr bereits zahlreiche Zirkusveranstaltungen unterschiedlichster Art  besucht hat.

Bis einschließlich  zum Silvesterabend am 31.12 19  gibt es täglich, außer am Heiligabend, zwei Vorstellungen um 15.30 und 19.30 Uhr.Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen oder übers Internet.

Joachim Otte/JPH

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