Tolle Ideen beim SNNTG-Festival

8. Juli 2017 @

Es begann Freitag um 17 Uhr, doch schon vorher kamen zahlreiche Festivalbesucher, auch um sich die besten Zeltplätze zu sichern. Am ersten SNNTG-Festivaltag lief das Programm im vorderen Bereich des Hannoverschen Straßenbahnmuseums (HSM), überzeugte aber hier schon mit einer hervorragend gestalteten Landschaft, in die die Gegebenheiten des Museums prima einbezogen wurden. Rund 150 Künstler, Musiker und Live Acts erwarten über die drei Tage die Besucher. Leider mischte sich am Abend etwas Regen in die Festivalatmosphäre, doch mit den Wolken verzog sich auch die leicht gedämpfte Stimmung.

Um 17 Uhr ging die Musik auf Bühne 1 los – Foto: JPH

1600 Tickets waren bereits im Vorverkauf abgesetzt worden, der Zeltplatz war ausgebucht. Das Parkplatzproblem, das in der Nähe des Festplatzes bestand, entspannte sich auch. „Der Besitzer des Feldes neben der Hohenfelser Straße mähte es kurzfristig ab und stellte uns den Platz zur Verfügung“, freute sich Festivalsprecher Daniel Sebastian. Und während der Festivalbetrieb langsam anlief, stellte das HSM bereits die Straßenbahnzüge auf, die heute und Sonntag die Gäste in den hinteren Bereich des Festivalgeländes fahren werden.

Als die ersten Acts und Gigs auf der Bühne am „Gleis Null“ starteten, ging auch der Betrieb in allen Bereichen los. So eröffnete Gerrit Tillmer den „Kumpanei Kiosk“ mit kleinen Snacks im alten Straßenbahnzug oberhalb der Bühne, die Cocktailbar zeigte ihr breites Angebot und die ersten Bratwürste verließen den Grill.

Gerrit Tillmer (re.) verkauft Snacks aus der Bahn – Foto: JPH

Auf der anderen Seite des Kesselhauses standen Isabel Reda und Ulrike Häßler von Transition Town Hannover im Info- und Mitmach-Bereich bereit, um mit den Besuchern „Seed Bombs“ zu bauen, mit denen man kurz vor dem Regen die enthaltene Erde und den Samen von Wildblumen als „Urban Gardening“ verteilen kann. Der „Verein für den Wandel der Stadt“ bietet den Besuchern außerdem an, Insektenhotels zu bauen und mitzunehmen. Beide Angebote sind natürlich kostenlos. Nebenan, noch etwas im Aufbau, ist der Stand von „Viva Con Aqua“ und der Sektion Hannover. Dabei geht es um die Schaffung von Zugang zu Trinkwasser und zu sanitären Anlagen als Menschenrecht. Die Projekte, die der Verein unterstützt, sind beispielsweise in Äthiopien, Nepal oder Südamerika. Das Geld dazu sammelt der Verein in den „Pfandtonnen“, in die auch im HSM die Besucher ihre Pfandbecher und –flaschen einwerfen können – als Spende für die Arbeit der Wasseraktivisten.

Isabel Reda (li.) und Ulrike Häßler bauen Insektenhotels mit den Besuchern – Foto: JPH

Auch die Sicherheit war mit Beginn des Festivals hergestellt. Neben den zahlreichen Security-Leuten sind auch die Feuerwehren aus Bolzum, Wehmingen und Müllingen-Wirringen aktiv. Sie übernehmen mit 40 Personen im Schichtdienst und einem Fahrzeug den Brandschutz, wozu sie bereits eine zusätzliche Versorgungsleitung mit Pumpstation aus dem Ort vorbereitet haben. Es bleibt zu hoffen, dass sie die Einzigen sein werden, die in den beiden kommenden Tagen gar nichts zu tun haben werden.

Als ein Fazit des Beginns bleibt festzuhalten, dass sich ein Besuch beim SNNTG-Festival auf jeden Fall lohnt und man neben viel Musik verschiedenster Stilrichtungen viel Interessantes geboten bekommt  – sei es mit einer Tages- oder Wochenendkarte.

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