SNNTG-Festival in Wehmingen hinterlässt nur positive Eindrücke

9. Juli 2017 @

Drei Tage war Party auf dem Gelände des Hannoverschen Straßenbahnmuseums (HSM) angesagt. Partymeile an zwei Standorten auf dem Museumsgelände mit umfangreichem Programm, von der Kleinkunst bis zu dröhnenden DJ-Konzerten im „Wummerland“. Insgesamt rund 5700 Besucher verzeichnete das Festivalgelände am vergangenen Wochenende – und nur positive Bilanzen wurden kurz vor dem „Schlusspfiff“ am Sonntagabend gezogen.

In den Straßenbahnwagen spielten „Dos Santos“ während der Fahrt – Foto: JPH

Der Pressesprecher des Museums, Bodo Krüger, ist von dem Festival begeistert und dem phantastischen Verlauf der drei Tage beeindruckt. „Das ist so gut verlaufen, dass wir bereit sind, es zu wiederholen. Die Veranstalter hatten alles gut im Griff, die Besucher waren anständig und haben sich gut verhalten und Problemchen wurden sofort beseitigt. Es war eine absolute Schau, die es hier noch nie gegeben hat.“ Besonders lobte er die kurzentschlossene Unterstützung eines Wehminger Bauern, der sein Feld schnell abmähte und kurzfristig als Parkplatz zur Verfügung stellte. „Das entspannte die Situation, denn dadurch konnte der HSM-Parkplatz auch als Zeltplatz für die rund 800 Camper genutzt werden.“

Auch die Polizei stellte am Sonntagnachmittag dem Festival bis dahin ein gutes Zeugnis aus. Zwar wurde bei der Abfahrt noch kontrolliert, aber bis etwa 12 Uhr war an den drei Tagen nichts nennenswertes aus ihrer Sicht geschehen.

Während am Sonnabend das Festival auf vollen Touren lief und ausverkauft war, gab es am Freitag und Sonntag noch ein kleines Restkontingent von Tageskarten. Das führte für einige kurzentschlossene Besucher am Sonnabend dann zu einer Absage am Einlass, denn aus Sicherheitsgründen war die Besucherzahl limitiert – und der Vorverkauf nicht rechtzeitig genutzt worden.

Im „Wummerland“ war Techno aus dem Kampfläufer angesagt – Foto: JPH

Der Wehminger Ortsbürgermeister Olaf Kruse ist mit dem Verlauf mehr als zufrieden. „Ich bedanke mich bei dem SNNTG-Team im Namen der Wehmingerinnen und Wehminger sowie persönlich für die professionelle Vorbereitung und Durchführung des in diesem Jahr auf dem Gelände des HSM in Wehmingen durchgeführten Festivals. In den zahlreichen mit Besuchern des Festivals geführten Gesprächen habe ich ausnahmslos von positiven Eindrücken erfahren, die auch ich bestätigen kann. Ein sehr entspanntes Publikum, das mit vielen Details hergerichtete Festival-Gelände und eine tolle Auswahl an Acts haben in die Gesichter meiner Gesprächspartner ausnahmslos ein Lächeln gezaubert“, teilt er auf Anfrage der SN zum Festival mit. Auch er unterstützt eine Neuauflage der Veranstaltung. Selbst der Dorfladen in Bolzum öffnete außerplanmäßig für die Festivalbesucher.

Gerade die erstaunlichen und begeisternden Ideen in der Gestaltung des Festivals fanden bei allen Besuchern durchweg einen hervorragenden Anklang. Eingebaut in den manchmal sogar morbiden Charme der alten rostenden Straßenbahnwagen waren die Buden, Stände und Ruhebereiche sehenswert integriert. Die Bühnen erdrückten weder am „Gleis Null“ noch in „Hohenfels“ die Optik des Festbereiches und das „Wummerland“ im futuristischen Stil von Stars Wars-Anflug passte sich bestens in den Waldbereich ein. Etwa drei Monate hatte der Aufbau gedauert, vom Entfernen von Gestrüpp am Gleis Null bis hin zum Einrichten der Bühnen, so Daniel Sebastian vom Veranstalter. Dabei war die letzten 14 Tage vor dem Start umfassender Aufbaubetrieb.

Auf Hohenfels stand die gut besuchte Hauptbühne – Foto: JPH

Einen zufriedenen Eindruck machte auch der stellvertretende Vorsitzende des Vereins SNNTG, Marc Schwabbauer, am Sonntagnachmittag. „Gestern waren wir ausverkauft, es war immer eine prima Stimmung und das Programm machte viel Spaß“, sagte er kurz vor Festivalschluss. „Es gab keine Probleme größerer Art und wir bewerten das Unternehmen SNNTG-Festival als vollen Erfolg.“

Nun will der Verein die Auswertung vornehmen und schauen, wie sich die Schlussrechnung darstellt – ob kostendeckend gearbeitet wurde. Dann will man natürlich mit der Stadt Sehnde, Wehmingen und dem Vorstand des Museums sprechen. Und die wohl für alle Besucher wichtigste Frage nach einer Wiederholung des rundum tollen Events beantworte Schwabbauer am Schluss so: „Wir hätten Lust dazu – und wir planen schon.“

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