Selbst- oder Fremdbestimmung Behinderter: Was bietet das Bundesteilhabegesetz?

25. Oktober 2017 @

In der Veranstaltungsreihe „Aktiv Behinder|n lieb, nett und ein bisschen blöd“ begrüßten die Institutionen, Vereine und Verbände  SLH und SBS der Hochschule Hannover, der ASTA und die Hochschule Hannover sowie die Rosa Luxemburg Stiftung den Juristen Horst Frehe. Frehe knüpfte dabei an den Eingangsvortrag von Florian Grams mit den Rechten von behinderten Menschen an.

Vier Vorträge sind vorgesehen – Plakat: Hochschule Hannover, Fak. V

Unter dem Titel: „Selbstbestimmung oder Fremdbestimmung Behinderter – Was bietet das Bundesteilhabegesetz?“, erläuterte Frehe die UN-Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und forderte, dass Menschen mit Behinderungen die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft haben.

In den Räumen der Hochschule Hannover an der Blumhardtstraße fand der nun zweite Vortrag der neuen Veranstaltungsreihe „Aktiv Behinder|n lieb, nett und ein bisschen blöd“ statt. Dazu haben sich verschiedene Institutionen, Vereine und Verbände zusammengeschlossen, um die Studierenden und interessierten Bürgern interessante und fundierte Vorträge zu präsentieren.

Trotz Inklusionsdebatte, Bundesteilhabegesetz und vielen Verbesserungen im Alltag erleben Menschen mit Behinderungen immer noch häufig Ausgrenzungen und Barrieren. Zugleich ergreifen die Betroffenen wieder selbstbestimmt das Wort und treten für ihre volle Teilhabe im gesellschaftlichen Leben ein. Diese Vortragsreihe möchte den Blick für die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen zwischen Ausgrenzung, Selbstbestimmung und „Inklusion“ schärfen.

Löst das neue Behindertengleichstellungsgesetz des Bundes (BTHG) dieses Versprechen auf volle Teilhabe ein? Oder ist dieses Gesetz nur alter Wein in neuen Schläuchen und setzt die Fremdbestimmung der Eingliederungshilfe in der Sozialhilfe nur fort? Das wurde an diesem Abend anhand konkreter Beispiele untersucht.

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