Programm der Gedenkstätte Ahlem im September

30. August 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Dem deutschen Angriff auf Polen gilt der Vortrag von Dr. Alexa Stiller am Donnerstag, 1. September, um 19 Uhr im Haus der Region an der Hildesheimer Straße 18 in Hannover; der Eintritt ist frei.

Alexa Stiller spricht im Regionshaus – Foto: Oliver Feist - Büro für neues Denken

Alexa Stiller spricht im Regionshaus – Foto: Oliver Feist – Büro für neues Denken

Die ersten Personen, die die deutsche Wehrmacht und die Sicherheitsorgane im Zuge der Besatzung Polens internierten, deportierten und ermordeten, waren so genannte Aufständische. Darunter subsumierten die militärischen und zivilen Dienststellen die gesamte polnische und jüdische Intelligenzija, das heißt nicht nur die staatliche, sondern auch die gesellschaftliche und religiöse Funktionselite. In ihrem Vortrag verdeutlicht Dr. Stiller, wie diese Verfolgungsmaßnahmen mit den deutschen Annexions-, Germanisierungs- und Siedlungsinteressen zusammenhingen. Welche Formen der Massengewalt die verschiedenen deutschen Akteure anwendeten, warum die frühen Massenerschießungen beendet wurden sowie welche Konsequenzen daraus für die weitere deutsche Besatzungsherrschaft erwuchsen, sind weitere Vortragsschwerpunkte.

Mit „Musik aus Israel“ wird die Konzertreihe der Gedenkstätte Ahlem und Radio Leinehertz mit A-WA am Freitag, 2. September, 21 Uhr im Café Glocksee in der Glockseestraße 35 in Hannover fortgesetzt. Der Eintritt beträgt 16 Euro im Vorverkauf. VVK.

A-WA kommt nach Hannover Foto: Hassan Hajjaj

A-WA kommt nach Hannover Foto: Hassan Hajjaj

Die drei Schwestern Tair, Liron und Tagel Haim bilden die Gruppe A-WA (ägyptisch für Ja). Die Großeltern der drei Schwestern wanderten 1949/50 aus dem Jemen nach Israel ein. Der arabische Hintergrund ist der Musik von A-WA anzuhören. Die drei Schwestern besinnen sich auf ihr orientalisches Erbe und singen jemenitische Volkslieder, die über Generationen mündlich überliefert wurden, auf Arabisch.

Die Initiative „Gesicht zeigen“ bietet einen Vortrag von Uwe-Karsten Heye am Sonntag, 11. September,  um 15 Uhr in der Gedenkstätte Ahlem an der Heisterbergallee 10 in Hannover; der Eintritt ist frei.

Mit Beginn dieses Jahres haben sich Anschläge gegen Unterkünfte für Flüchtlinge vervielfacht. Daher ist die Stärkung der Zivilgesellschaft gegen zunehmenden Terror von Rechtsextremisten notwendiger denn je. Über die Arbeit des gemeinnützigen Vereins „Gesicht zeigen für ein weltoffenes Deutschland“ berichtet dessen langjähriger Vorsitzender Uwe-Karsten Heye. Der Verein wurde vielfach für seine Arbeit gegen Rechts ausgezeichnet.

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