„Meisterliche Saiten“ spielen Barockmusik aus Italien und Deutschland

21. September 2017 @

Das Cello-Trio „Corde Profonde“, das bisher erfolgreich in der Schweiz auftrat, feiert sein Deutschland-Premiere am Sonnabend, 7. Oktober, um 18 Uhr in der Iltener Barockkirche. Der Name des Trios lässt sich in freier Deutung etwa mit „meisterliche Saiten“ übersetzen.

Das Cello-Trio fand 2015 in Bern zusammen, wo Beate Schnaithmann (mi.) aus Dresden während des Studiums auf die Hannoveranerin Verena Spieß und Matouš Mikolášek aus Prag traf – Foto: Privat

Nicht nur der Name weckt Vorfreude auf ein seltenes musikalisches Erlebnis. Sondern auch die Besetzung ausschließlich mit Celli und die Besonderheit, dass die jungen Virtuosen Beate Schnaithmann, Verena Spies und Matouš Mikolášek historische Instrumente zum Klingen bringen. Ein Teil des Abends ist den Ursprüngen der Ballett-Musik „Pulcinella“ gewidmet. 1920 ließ sich Igor Strawinsky zu seiner Komposition durch Stücke des italienischen Barockmeisters Giovanni Battista Pergolesi inspirieren und nutzte sie als Grundlage für seine Ballettsuite.

Inzwischen stellte die Musikwissenschaft fest, dass nur ein kleiner Teil dieser barocken Musikschätze tatsächlich von Pergolesi komponiert wurden. Die meisten stammen statt dessen aus den Federn von damals wie heute eher unbekannten Meistern, sind aber deshalb nicht von geringerer Qualität. „Corde Profonde“ stellt in dem Konzert einige dieser Komponisten vor; und wer das Ballett von Strawinsky kennt, wird sicher die eine oder andere Melodie heraushören.

Daneben bietet das abwechslungsreiche Programm Musik von Antonio Vivaldi und Johann Sebastian Bach, außerdem ein Stück für drei Celli von Martin Berteau. Der französische Komponist, selbst Cellist, verstand es vorzüglich, die dunklen, warmen Farben der Instrumente einzusetzen. Einen bewussten, stilistischen Gegensatz bilden die Werke des Italieners Giovanni Battista Buonamente, die hundert Jahre früher entstanden sind.

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