Jazzfreunde Altkreis Burgdorf beschließen Jubiläumsjahr

19. Dezember 2016 @

Mit dem 8. Christmas Blues im bewährten ausverkauften “Jazzsalon” im StadtHaus Burgdorf beendete der Kulturverein Jazzfreunde Altkreis Burgdorf sein Jahr des 10. Jubiläums. Dabei gab es noch mal ganz schön etwas zu hören.


Im “Jazzsalon” im StadtHaus Burgdorf kam sogar Weihnachtsstimmung auf – Foto: Paul Rohde

Die Idee, das prominente Frank Muschalle Trio international zusammen mit den Down Home Percolators zu engagieren, war ein Volltreffer. Zwar haben beide Bands bereits eine gemeinsame CD aufgenommen, aber gemeinsame Auftritte sind aus Termin- und Kostengründen sehr selten. Doch ein privater Sponsor und Bluesfan half, die finanzielle Hürde zu überbrücken. So kamen die Fans, die zum Teil wieder von weither anreisten, zu einem Genuss von außergewöhnlicher Ursprünglichkeit aber auch Fröhlichkeit. Ein Blues-Sachverständiger fasste es in einem Satz zusammen: „Jeder der Musiker ist eine Persönlichkeit für sich.“

Frank eröffnete mit „Meade’s Boogie“ und kam mit seiner einmaligen Rhythmusgruppe aus Peter Müller, dr, und Dani Gugolz, b, in ruhiges Fahrwasser, als „die Stimmung auf dem Siedepunkt“ war, wie er spitzbübisch schmunzelte. Melancholisch ertönte eine Nummer des Jazzpianisten Teddy Wilson.

Der richtige Übergang zum Bandwechsel – zu den Down Home Percolators. Klaus „Mojo“ Kilian (harp, voc) erwies sich als humorvoller Entertainer, der, so ein Fan, ein wandelndes Blues-Lexikon ist. Zusammen mit dem Meister des „Fingerpicking“ Bernd Simon (gt, voc) hat sich das Duo dem Acoustic-Blues, dem Down Home Blues verschrieben. Authentisch von Sonny Terry bis Louisiana Red.

Spannend wurde es auf der kleinen Bühne, als beide Bands richtig die Heizung anmachten. Mit „I Don’t Dig It“ von Blues Shouter Big Joe Turner wurde erstmalig das Publikum zum Mitsingen des Refrains eingeladen. Und nun war das Eis gebrochen. Es wurde geklatscht und gesungen. Und es kam sogar Weihnachtsstimmung auf, bei den berühmten Songs „Merry Christmas, Baby“, „Santa Claus Is Back In Town“ und „Boogie Woogie Santa Claus“. Natürlich wurde um weit nach 23 Uhr noch eine Zugabe gefordert. Es folgte sehr passend: „I Know, I Had A Wonderful Time Last Night“. Yes, wonderful.

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