HÖRWERKE: Szenische Lesung mit Burghart Klaußner und Tilo Werner

17. März 2016 @

Ohren gespitzt! Um das Zusammenspiel von Literatur und Musik dreht sich die Veranstaltungsreihe „Hörwerke“, die im Rahmen der Hörregion Hannover in diesem Frühjahr stattfindet. Drei Termine, drei Orte, ein Thema: Die Hörwerke bringen Literatur nicht nur zum Klingen, sie setzen sie auch musikalisch um. Am Montag, 21. März, 19.30 Uhr, steht mit einer szenischen Lesung von Burghart Klaußner und Tilo Werner unter der Überschrift „Fragen Sie mehr über Brecht“ im Ballhof Teil 2 auf dem Programm.

Burghart Klaußner ließt Brecht– Foto: Max Parovsky

Burghart Klaußner ließt Brecht– Foto: Max Parovsky

Burghart Klaußner kaufte sich bei seinen frühen Ostberlin-Exkursionen mit der getauschten Ostmark eine Schallplatte mit den intelligent-wahrhaftigen Gesprächen, die der Germanist und damalige Leiter des Ostberliner Brecht-Archivs, Hans Bunge, mit dem Komponisten Hanns Eisler (geboren 1898 in Wien, gestorben 1962 in Berlin) führte. Für Burghart Klaußner gehören diese Gespräche „zum Großartigsten, was im 20. Jahrhundert zu Kunst gesagt worden ist“. So entstand aus Klaußners Faszination und Begeisterung für „diesen Mann mit seiner Intelligenz, seinem Witz, seiner Polemik, seiner Schärfe, seiner Belesenheit und Allgemeinbildung“ diese musikalisch-szenische Lesung.

Friederike Wißmann schreibt in ihrer 2012 erschienenen Biografie „Komponist. Weltbürger. Revolutionär“ über Hanns Eisler: „Auf die Frage ‚Wer war Hanns Eisler?‘ müsste man mehrstimmig antworten, so wie es in der Musik möglich ist. Eisler war Komponist der DDR-Nationalhymne, er war Arbeiterchorleiter, Schönberg-Schüler, Weggefährte Bertolt Brechts. Er lebte in Wien, New York, Los Angeles und in Ostberlin. Eislers Netzwerk vereinte zahlreiche berühmte Künstler der ersten Jahrhunderthälfte. Dazu gehören neben Arnold Schönberg und Bertolt Brecht auch Charlie Chaplin, Thomas Mann, Theodor W. Adorno, Anton Webern, Alban Berg, Fritz Lang, Ernst Busch und viele andere.“

Burghart Klaußners künstlerische Vita ist lang, erfolgreich und kündet von seiner enormen Vielseitigkeit. Der gebürtige Berliner ist nicht nur ein herausragender Theater- und Filmschauspieler, sondern seit 2006 auch regelmäßig als Theaterregisseur in Hamburg, Bochum und Dresden tätig. Mit großem musikalischen Talent ausgestattet, entwickelte er Konzertprogramme für die Bühne, die nach wie vor in seinem Repertoire sind.

Am Montag, 21.März, um 19.30 Uhr (Abendkasse 18.30 Uhr) sind die beiden im Ballhof Eins zu sehen und hören mit „Fragen Sie mehr über Brecht – Hanns Eisler im Gespräch mit Hans Bunge“ einer szenische Lesung mit Burghart Klaußner und Tilo Werner, am Flügel begleitet von Matthias Stötzel.

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