Burgdorfer Arbeitskreis erinnert an Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter

26. August 2017 @

In den Jahren 1939 bis 1950 musste eine große Zahl von Männern, Frauen und Kindern als Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und heimatlose Ausländer in Burgdorf leben und arbeiten. Viele von ihnen wurden aufgrund der nationalsozialistischen Ideologie als Menschen von geringerem Wert betrachtet und erniedrigend behandelt. An sie erinnert eine Publikation des Arbeitskreises „Stadtgeschichte Burgdorf“ mit dem Titel „Im Schatten des Vergessens“, erschienen in der Schriftenreihe der Gedenkstätte Ahlem. Das Buch beschreibt das Schicksal der Frauen, Männer und Kinder, die nach Burgdorf verschleppt oder verschlagen wurden und räumt ihnen so einen bleibenden Ort im Gedächtnis der Stadt ein.

In der Gedenkstätte findet die Lesung am Sonntag statt – Foto: Claus Kirsch/Archiv

Das Buch wird am Donnerstag, 31. August, 19 Uhr in der St. Pankratius-Kirche am Spittaplatz in Burgdorf erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Grußworte sprechen die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck, Burgdorfs Bürgermeister Alfred Baxmann sowie der ehemalige niedersächsische Kultusminister und Präsident des Niedersächsischen Landtags Professor Rolf Wernstedt. Außerdem wird der Arbeitskreis „Stadtgeschichte Burgdorf“ exemplarische Stellen aus dem Buch vorlesen. Den musikalischen Rahmen gestalten Matthias Schorr (Violine) und Michael Chamalov (Klavier).

Eine weitere Gelegenheit, sich mit dem Schicksal der Kriegsgefangenen, Zwangsarbeiter und heimatlosen Ausländer in Burgdorf auseinander zu setzen und die Publikation „Im Schatten des Vergessens“ kennen zu lernen, gibt es am Sonntag, 10. September, 15 Uhr in der Gedenkstätte Ahlem an der Heisterbergallee 10 in Hannover. Rudolf Bembenneck und Dieter Heun vom Arbeitskreis „Stadtgeschichte Burgdorf“ stellen das Buch vor und beantworten Fragen aus dem Publikum.

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