Barockensemble Ilten spielt zu seinem 20. Jubiläum auf

9. Juni 2017 @

Mit einem großen Konzert feiert das Barockensemble Ilten am Sonnabend, 17. Juni, in der Iltener Barockkirche sein 20-jähriges Bestehen. Das arrivierte Kammerorchester unter seinem Gründer und musikalischen Leiter Dr. Martin Schick führt neben drei Werken der bekannten Barockkomponisten Georg Philipp Telemann, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach auch Stücke von Johann Christian Schickhardt, Johann Joachim Quantz und Christoph Graupner auf, drei heute nicht mehr so bekannte Zeitgenossen des Barock.

Das Barockensemble Ilten unter Leitung von Dr. Martin Schick bereichert seit 20 Jahren die regionale Klassikmusik-Szene – Foto: Volker Neumann

Das Jubiläumskonzert beginnt um 18 Uhr. In der Pause werden die Zuhörer vom „Förderverein zur Erneuerung und Erhaltung der Kirche zu Ilten“ beköstigt, der Fingerfood und Erfrischungsgetränke anbietet – und zugleich Spenden zur Restaurierung der Iltener Christian-Vater-Orgel sammelt, dem Instrument, an dem Schick auch sonntäglich die Iltener Gemeindegottesdienste begleitet. Den Auftakt im Jubiläumsprogramm macht das Konzert für Altblockflöte in g-Moll von J. C. Schickhardt, einem aus Braunschweig stammenden Blockflöten- und Oboenvirtuosen, der dieses Konzert am schwedischen Königshof komponierte. Auch der Name Quantz steht in enger Verbindung zur Flöte, allerdings der Quer- oder Traversflöte, die er technisch bis zur heutigen Bauweise weiter entwickelte und für die er neben dem aufgeführten g-Moll-Konzert für zwei Flöten rund 300 weitere Konzerte schrieb.

Neben zwei g-Moll-Kompositionen stellt das Barockensemble im ersten Teil des Konzerts das G-Dur-Konzert für Bratsche von Telemann. Der Hochmeister des Barock war einer der ersten, der für die Bratsche als Soloinstrument komponierte.

Die Holzblasinstrumente Oboe und Fagott treten in Händels Tripelkonzert g-Moll solistisch neben die Flöte. Das Werk war ursprünglich ein Orgelkonzert, das Händel für Flöte, Oboe, und Fagott sowie Streichorchester und Cembalo arrangierte. Speziell fürs Fagott ist Graupners C-Dur-Konzert geschrieben, das den zweiten Teil des Jubiläumskonzerts eröffnet. Graupner war in Leipzig einer der Aspiranten auf den Posten des Thomaskantors, der schließlich aber Johann Sebastian Bach zugesprochen wurde. Dessen drittes Brandenburgisches  Konzert für Streichorchester und Cembalo soll der Programmfolge nach der Höhepunkt des Jubiläumskonzerts werden.

Am Sonntag, 18. Juni, wiederholt das Barockensemble sein Konzertprogramm in der Hannoverschen Christuskirche am Klagesmarkt. Der Eintritt zu beiden Konzerten ist kostenfrei, eine Spende wird am Ausgang erbeten.

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