AWO-Residenz Sehnde „zeigt Gesicht“

7. Dezember 2016 @

Unter dem Titel „Die AWO-Residenz zeigt Gesicht“ eröffnete die Leiterin der AWO-Residenz, Maren Reisener, gemeinsam mit den Fotografen Elke Rybicki und Reiner Luck die neue Ausstellung „Die AWO-Residenz zeigt Gesicht“. Dazu waren am Eröffnungssonntag zahlreiche Besucher und Bewohner in die erste Wohnebene gekommen, um das Ereignis mitzuerleben – denn erstmals sind die Bewohner die „Stars“.

Zeigen Gesicht: Elke Rybicki, Elke Schellenberger, Maren Reisener und Reiner Luck (v.re.) bei der Eröffnung – Foto: JPH

„Bislang zierten gekaufte Bilder von Personen den Treppenhausflur, nun übernehmen das unsere Bewohner selbst, was es ein Stück persönlicher macht“, so Reisener bei der Eröffnung. „Dabei geht ein alter Wunsch in Erfüllung, die Bilder einmal gegen eigene auszutauschen.“ Die Idee dazu, die erworbenen Bilder durch eigene Darstellungen zu ersetzen, war im Sommer 2016 entstanden. Dann wurde sie gemeinsam mit Reiner Luck weiterentwickelt und schließlich mit den Bewohner und ihren Angehörigen abgeklärt. Schnell war die Art der Fotos klar: Schwarz-weiß. „Das ist ausdrucksstärker“, sagt Luck zu der Entscheidung. „Da wirkt sich auch das Licht stärker aus.“

Nachdem diese Grundsatzentscheidungen gefallen waren, besuchten Luck und Rybicki die Bewohner in ihren Zimmern.  „Wir wollten keine Passfotos“, so Luck, „wir wollten mit Gesprächen eine individuelle Situation schaffen, in denen wir die Fotos dann machten.“ Und viele der 116 Bewohner haben bei dem Experiment mitgemacht. Dabei ging es aber nicht nur um die Bewohner. „Wir wollten einmal alle Personen hier in der Residenz in den Vordergrund rücken. Dazu zählen auch diejenigen, die hier arbeiten“, fügte Reisener hinzu. „So ergibt sich ein Bild von dem vielfältigen Leben hinter den Türen, die hier zu öffnen sind.“

Die Fotografen Reiner Luck und Elke Rybicki vor ihren Bildern – Foto: JPH

Aus den so entstandenen 1300 Bildern wurden nach und nach 86 herausgefiltert, die jetzt in die Ausstellung aufgenommen sind. „Die Auswahl war die schwierigste Arbeit“, erzählt Rybicki, „es stellt ja jedes etwas besonderes dar.“ Damit die Arbeit aber nicht auf 86 Portraits beschränkt bleibt, hat Luck zugesagt, ein Fotobuch zu gestalten, dass dann der AWO Residenz übergeben werden wird. Die Fotos im Treppenhaus bleiben dauerhaft, die übrigen Fotos in der Ebene 1 werden nach der Ausstellung wieder  abgenommen. Solange aber kann die Ausstellung in Ebene 1 und im Treppenhaus der AWO Residenz in den normalen Betriebszeiten von 10 bis 18 Uhr täglich kostenlos besucht und angesehen werden – sicher trifft man dabei auch einige der Modelle, die sich über ein Gespräch garantiert freuen.

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