Wie sind Brandmeldeanlagen sinnvoll?

8. Januar 2016 @

In den letzten Tagen mussten die Ortsfeuerwehren Höver, Sehnde und Ilten zu einigen ausgelösten Brandmeldeanlagen ausrücken. Besonders intensiv traf es die Sehnde und Iltener Kameraden die insgesamt viermal, im Einstundentakt zum gleichen Objekt alarmiert wurden. Die Ortsfeuerwehr Höver musste morgens um 2 Uhr zum „Brand“ ausrücken, der in einer Firma angezeigt wurde. In allen Fällen waren technische Defekte die Ursache, sagt die Stadtfeuerwehr Sehnde.

Fehlalarme sollten minimiert werden, meint Redakteur Peter Hellerling - Foto: Red

Fehlalarme sollten reduziert werden, meint Redakteur Peter Hellerling – Foto: Red

Jedes Mal geht es um Sekunden und Minuten, wenn eine Meldeanlage auslöst. Auch nach zehn Fehlalarmen sind die Feuerwehrleute noch hochmotiviert bei der Sache, könnte es doch dieses Mal wirklich brennen. 24 Stunden am Tag sind sie einsatzbereit – der Arbeitgeber bei Einsätzen ohne Mitarbeiter. Sind die Einsätze nachts, ist der Feuerwehrmann oder die Feuerwehrfrau am nächsten Morgen wohl nicht ganz so ausgeschlafen wieder auf der Arbeitsstelle. Der Arbeitgeber nimmt das hin, sieht er doch ein, dass Brandschutz notwendig ist.

Doch etwas anderes ist auch notwendig – und nur fair: Eine vernünftige und schnelle Wartung der Brandmeldeanlage. Wartungsverträge, Notdienst und schnelle Reparatur sollten für die Firmen, die Brandmeldeanlagen einsetzen, Standard sein. Auch wenn es mehr Geld kostet als ein erneuter Fehlalarm und eine Fall-zu-Fall-Reparatur. Doch 24-Stunden-Notdienste gibt es überall: so beim Klempner, beim Schlüsseldienst und beim Heizungsmonteur. Und sicher genauso gegen Entgelt beim Alarmanlageninstallateur. Kostet eben nur, auch wenn die Anlage exakt läuft.

Aber irgendwann ist es auch dem gutmütigsten Arbeitgeber zu viel, wenn fast im Stundentakt die Leute verschwinden, wie jetzt in Sehnde, – von den betroffenen Feuerwehrleuten mal ganz zu schweigen. Und wenn dann der Brandmelder wieder piept, der Pieper beim Feuerwehrmann wieder piept, sagt der genervt: „Bei Euch piept’s wohl?“ und macht mal nicht mehr ganz so schnell nach vier Fehlalarmen von der gleichen Stelle. Und genau dann brennt’s wirklich. Der Schaden ist dann allemal teurer als ein Wartungs- und Notdienstvertrag – garantiert und ganz ohne zu piepen!

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