Hannover bei den wirklichen Großstädten angekommen

11. Mai 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Jetzt hat auch Hannover seine Elbphilharmonie oder seinen Flughafen – wenn auch mit nicht ganz  so hohen finanziellen Zusatzkosten. Aber auch hier gilt, dass die Kostensteigerung eigentlich keinen Bürger mehr überrascht und die betroffenen Politiker aller Ebenen meistens kalt lässt.

Keine wirkliche Überraschung, meint Redakteur Peter Hellerling - Foto: Red

Keine wirkliche Überraschung, meint Redakteur Peter Hellerling – Foto: Red

Dabei ist eine Steigerung von 41 Prozent, wie in den Medien gemeldet, etwa eine Verdoppelung der Kosten. Dazu kommen noch die Kosten, die der Steuerzahler für den unterirdischen Bahnhof am Raschplatz schon berappt hat – im Vorgriff auf die D-Linie. Für die neue Gesamtsumme hätte man womöglich auch eine unterirdische Linie bekommen, mit dem vorhandenen Bahnhof, bezahlt und betriebsbereit. Aber eine unverständliche Verkehrspolitik forderte und bekam eine oberirdische Linienführung.

Und nun regt sich beim Finanzier „Landesregierung“ ebenso wenig Widerspruch zu der Kostensteigerung, wie in der Regionsversammlung. Zumal das ja nicht deren Geld ist, sondern das anderer Leute. Da allerdings könnte es passieren, dass genau die sich bei der Kommunalwahl an die Geschichte erinnern – wie die Linie zustande kam, durch wen, und wie sie sich nun finanziell verselbständigt hat.

Und dass es bei 41 Prozent für die Strecke bleibt, glaubt wohl auch niemand von den Steuerzahlern mehr. Aber dafür ist Hannover jetzt in der Liga der Großstädte wie Berlin, Hamburg und Stuttgart angekommen – ist ja auch was wert.

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