Warnstufe „gelb“: Region informiert über Blaualgen

26. Juli 2017 @

Auch wenn es im Moment eher naich nach baden aussioeht, so kommt doch das gute Wetter zurück. Deshalb informiert die Region Hannover über ein größeres Vorkommen an Blaualgen im Steinhuder Meer – aktuelle Messungen haben den Beginn einer relativen Vermehrung der Blaualgen an den Badestellen gezeigt. Obwohl die Werte derzeit noch vergleichsweise im mittleren Konzentrationsbereich liegen, kann es aufgrund der Größe des Steinhuder Meers unter Umständen – je nach Wind und Wellen – in der nächsten Zeit in den Strand- und Badebereichen zu starken Ansammlungen von Blaualgen kommen. Es besteht jedoch derzeit noch kein Grund zu einer generellen Badewarnung. Badende und besonders Eltern von Kleinkindern und Hundebesitzer sollten allerdings wachsam sein und die Verhaltenshinweise vor Ort beachten.

Wenn dieser Algenschaum (Aufrahmung) auf dem Wasser treibt, sollte man keinesfalls baden – Foto: Region Hannover/Archiv

Das Verschlucken des Wassers bei Blaualgenansammlungen kann zu Übelkeit, Erbrechen oder Atemnot führen. „Vor allem Kinder sollten nicht in Bereichen mit vermehrtem Blaualgenaufkommen baden und dort vom Plantschen im Uferbereich abgehalten werden“, sagt Dr. Constanze Wasmus, Leiterin des Teams Allgemeiner Infektionsschutz und Umweltmedizin. Auch der Kontakt mit der Haut kann zu Reizungen führen. Da sich auch außerhalb der Badestellen Blaualgen im Uferbereich konzentrieren können, weist die Region Hundebesitzer vorsorglich darauf hin, dass auch Hunde im Falle von Blaualgenansammlungen nicht baden und kein Wasser schlucken sollten.

Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover überwacht während der Badesaison vom 15. Mai bis zum 15. September 23 Seen in der Region. Im vierwöchigen Rhythmus nehmen Hygieneinspektoren Proben, um das Wasser bakteriologisch auf zwei Keimarten, sogenannten Intestinalen Enterokokken und Escherichia coli, zu untersuchen. Außerdem wird der See anhand der Sichttiefe auf das Vorkommen von Blaualgen geprüft. Manche Arten der Blaualgen scheiden gesundheitsschädigende Stoffwechselprodukte aus, die zu allergischen oder toxisch bedingten Gesundheitsstörungen führen können. Entsprechende Schilder mit Verhaltenshinweisen sind an den Badestellen aufgestellt. Kennzeichen für eine starke Blaualgenentwicklung sind eine bläulich-grünliche Trübung des Wassers, eine Sichttiefe von weniger als einem Meter und Schlierenbildung oder Aufrahmungen am Ufer. An welchen Uferbereichen sich Blaualgen konzentrieren, hängt im Wesentlichen von der Windrichtung ab. Das Aufkommen kann sich daher innerhalb kurzer Zeit ändern.

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