Überhängendes Grün zurückschneiden und Straßen sicher machen

7. Juli 2017 @

Gerade im Sommer wachsen und gedeihen Pflanzen und Bäume stark. Oft drängen die Zweige dann in den Straßenraum. Dies bietet einen schönen Anblick, doch schränkt es die Sicherheit des öffentlichen Verkehrsraum oft stark ein und gefährdet alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen. Daher gelten die Vorschriften zur Brut- und Setzzeit und des Naturschutzgesetzes bei einer Gefährdung des Verkehrs nicht – zumal es sich meistens um weit heraus rankende Pflanzenteile handelt, die von einem Brutgeschäft kaum betroffen sind.

Hecken dürfen den Verkehr nicht behindern – Foto: JPH

Deshalb bittet die Stadt Sehnde alle Grundstückseigentümer, das derart überhängende Grün zurückzuschneiden und so zur allgemeinen Sicherheit im Straßenverkehr beizutragen. Denn jeder Grundstückseigentümer ist verkehrssicherungspflichtig und haftet für Unfälle und Schäden, die durch Überwuchs ihrer Begrünung entstehen können. Daher sollten Sie im Inte­resse der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer folgende Hinweise beachten:

  • Schneiden Sie Hecken, Bäume und Sträucher an Straßen, Wegen und Plätzen rechtzei­tig soweit zurück, dass alle Verkehrsteilnehmer den öffentlichen Verkehrsraum ungehindert und ohne Gefahr nutzen können.
  • Beachten Sie das „Lichtraumprofil“ wenn ihr Grundstück an die öffentliche Verkehrsfläche angrenzt. Die Anpflanzungen sollten bis zu einer Höhe von 2,50 Meter nicht über Rad- und Gehwege ragen und an Straßen nicht bis zu einer Höhe von 4,50 Meter.
  • Schneiden Sie Hecken, Sträucher und Bäume an Straßeneinmündungen und Kreuzungen so weit zurück, dass sie nicht über Ihre Grundstücksgrenze hinausragen. Dann können Sichtbehinderungen und Verkehrsgefährdungen gar nicht erst entstehen. Achten Sie auch darauf, das Sichtdreieck an der Einmündung freizuhalten.
  • Schneiden Sie Hecken, Sträucher und Bäume im Bereich von Straßenleuchten und Ver­kehrszeichen soweit zurück, dass die Leuchten in ihrer Beleuchtungsfunktion nicht behindert werden und die Verkehrszeichen problemlos aus mehreren Metern Entfernung gesehen werden können.

Die Stadt ist verpflichtet, dies zu kontrollieren und wird in der Folge erforderlichenfalls die Grundstückseigentümer auffordern den Überwuchs zu entfernen. Sollte dies nicht erfolgen, kann sie nach dem Niedersächsischen Straßengesetz überhängende Hecken und Äste entfernen lassen und dies dem Grundstückseigentümer in Rechnung stellen.

Trotz Brut- und Setzzeit und Bundesnaturschutzgesetz ist ein Formschnitt für Hecken dann gestattet, wenn die Äste in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragen und ihn dadurch behindern. Den Naturschutz sollten Grundstücksbesitzer dabei aber immer im Blick behalten.

Auch entlang Ihres Grundstückes auf dem Gehweg wachsende Wildkräuter können bei bestimmten Witterungsverhältnissen Fußgänger gefährden, die beispielweise darauf ausrutschen können. Bitte kommen Sie daher auch Ihrer Reinigungspflicht gemäß den Bestimmungen der Satzung über die Straßenreinigung in der Stadt Sehnde nach, um Gefahren für Personen und Sachen auszuschließen. Die Straßenreinigung ist nach dieser Satzung mindestens einmal in der Woche vorzunehmen. Diese Reinigungspflicht umfasst die Beseitigung von Schmutz, Wildkräutern, Laub und Unrat.

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