Tiger Aljoscha erkundet sein Reich im Erlebnis-Zoo

17. Dezember 2016 @

Irgendwann kommt im Leben eines jungen Katers der Moment, ab dem er auf eigenen Pfoten stehen muss. Mit seinen 1,5 Jahren war dieser Moment nun auch bei Tiger Aljoscha gekommen: Er hat von Mutter Katinka (5) im Nürnberger Tierpark alles gelernt, was ein Tiger wissen muss und war bereit auszuziehen – in seine eigenen vier Wände.

Aljoscha beobachtet die neugierigen Besucher – Foto: Zoo Hannover

Kaum ausgezogen, beginnt für ihn eine spannende Zeit. Alles ist neu: die Wohnung, der Garten, die Nachbarn. Tiger Aljoscha hat Ende November sein neues Eigenheim im Erlebnis-Zoo Hannover bezogen. Und das kann sich sehen lassen: beste Lage mitten im Dschungelpalast, verziert mit indischem Dekor und alten Tempel-Säulen.

Aber so aufregend die ersten Tage im neuen Zuhause auch waren, so ruhig hat Aljoscha es angehen lassen. Der junge Kater blieb auf eigenen Wunsch – wie eine richtige Katze hat auch er eben seinen eigenen Dickkopf – zunächst im Stall, inspizierte jeden Winkel aufs Genaueste. Als Aljoscha mit seiner „Wohnung“ vertraut war und sich rundum wohl fühlte, wagte der schüchterne Tiger den nächsten Schritt und erkundete jeden Tag eine neue Ecke seines Reiches im Dschungelpalast. Mittlerweile hat Aljoscha sich gut eingelebt und auch an die stimmgewaltigen Nachbarn, den trötenden Elefanten, heulenden Wölfe, singenden Gibbons, gewöhnt. Auch die Tierpfleger, die sich sehr um die Gunst des Katers bemühen, werden ihm immer sympathischer.

Pünktlich zur kalten Jahreszeit ist Aljoscha jetzt täglich für die Besucher des Erlebnis-Zoo in seiner Außenanlage zu sehen. Besonders im Herbst und Winter sind Sibirische Tiger ganz in ihrem Element und bekommen keine kalten Füße: Mit ihrem dichten Winterfell sind sie hervorragend an niedrige Temperaturen angepasst und können sogar bis zu Minus 45°Celsius aushalten.

Aljoscha zeigt den Tiger in sich – Foto: Zoo Hannover

Aljoscha kam auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nach Hannover. Wenn eine geeignete Partnerin für ihn gefunden wird, soll er im Erlebnis-Zoo auch für gestreiften Nachwuchs sorgen und so zu dem Erhalt seiner Art beitragen. Denn der  Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt, ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“ eingestuft. In Russland leben nur rund 550 Tiere in freier Wildbahn. Die größte Bedrohung für den Sibirischen Tiger ist die Wilderei, der Verlust des Lebensraums und der Mangel an Beutetieren – Schuld daran ist der Mensch.

Die Patenschaft für Tiger Aljoscha hat das hannoversche Unternehmen GLOBOS übernommen. Der Anbieter für Barcode-Lösungen und Aljoscha haben eine augenscheinliche Gemeinsamkeit: Streifen! GLOBOS bleibt mit der Patenschaft seinem Motto „Starke Streifen“ treu und unterstützt nach den Somali-Wildeseln, den Berg-Zebras und den verstorbenen Sibirischen Tigern Kolja und Natascha nun den Neuzugang in Hannover. Und Streifen weiß der junge Kater wirklich gekonnt in Szene zu setzen.

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