Seniorenbeirat tagt öffentlich in Wehmingen

28. Juni 2018 @

Zweimal im Jahr tagt der Sehnder Seniorenbeirat öffentlich, davon einmal in einem Ortsteil. Am Dienstag, 26. Juni, war der Beirat deshalb fast vollzählig in Wehmingen im Dorfgemeinschaftshaus und konnte dort zwölf Besucher begrüßen, darunter der Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke sowie die Wehminger und Müllinger Ortsbürgermeister Olaf Kruse und Karl-Heinz Grun.

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke sprach ein Grußwort – Foto: JPH

Zum Anfang bedankte sich zunächst der Sehnder Bürgermeister in einem Grußwort bei den Mitgliedern für ihr Engagement und ihre Arbeit, die auch die Mitarbeit in den politischen Gremien einschloss.

Dann übergab der Sprecher des Beirates, Dr. Hermann Krähling, das Wort an Dieter Horni und Birgit Schneider vom Senior Expert Service (SES), die die Besuchern über den Dienst als solchen und über das Programm „VerA“ informierten.  Unter dem Motto „Zukunft braucht Erfahrung“ unterstützt der SES mit Förderung von öffentlichen Stellen mit mehr als 12 500 „Experten“ seit 1983 bislang über 47 000 Projekte im In- und Ausland im Bildungs- und Gesundheitswesen, dem öffentlichen Dienst und technischen Bereichen. Dabei sind die Betreuer der Projekte Rentner, die beratend die einzelnen Vorhaben begleiten, ohne selbst einzugreifen.

Neben diesen Aufgaben hat der SES außerdem das Programm „VerA“ im Angebot, dass sich an Auszubildende richtet, die in der Lehre „hängen“, Probleme haben oder sogar die Ausbildung abbrechen wollen. VerA, das Projekt „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“, unterstützt diese Jugendlichen deutschlandweit und kostenfrei in allen Berufen. 81 Prozent der so betreuten und gecoachten Jugendlichen absolvieren mit Hilfe der Senioren dann ihre Ausbildung. Bereits zwei Senioren aus Sehnde unterstützen den SES, weitere werden gesucht. Auch Kai Jürgen von pro Beruf an der KGS war anwesend und informierte sich über das VerA-Programm. Alle Interessierten, die Hilfe bei der Ausbildung benötigen sowie diejenigen, die ihre Unterstützung über den SES anbieten möchten, erhalten im Internet weitere Informationen.

Anschließend gab Dr. Krähling allen Besuchern einen allgemeinen Überblick über die aktuellen Themen des Beirates. So stellte er die neue Homepage des Seniorenbeirates vor, die neben wichtigen Informationen auch über aktuelle Themen der Arbeit unterrichtet. Dann sprach er über die Absenkungen der Bordsteine zum Straßenübergang, wovon in Wehmingen alle realisiert werden sollen, die vom Ortsrat gefordert wurden, wie Ortsbürgermeister Kruse beitrug. Auch die Straßenquerung auf der Nordstraße war Thema, die jetzt näher an die Kreuzung mit der B 65 heranrückt. Die Funktion der Sicherheitsberater für Senioren wurde vorgestellt und die Bemühungen um die Ansiedelung eines Augenarztes in Sehnde wieder aktualisiert. Dort aber sind die Sehnder mit 114 Prozent „überversorgt“, behauptet die Kassenärztliche Vereinigung, eine Selbstverwaltungsorganisation, die die Krankenkassenbeiträge verteilt, so Wolfgang Rotermund.

Birgit Schneider vom SES trug zum Programm „VerA“ vor – Foto: JPH

Zwei Neuerungen stellten Krähling und seine Kollegen vor. Karl Plachetka zog ein positives Resümee des Kinonachmittags und gab bekannt, dass der Beirat von nun an jährlich zwei derartige Angebote machen werde. Der nächste Film ist für den 26. September geplant. Zudem wird der Fahrdienst um die Möglichkeit zum Friedhof in Sehnde zu fahren, erweitert. Daneben gab Christa Bombien noch einen Einblick in die Arbeit des Regions-Seniorenbeirats.

Geplant ist außerdem noch, nach den Ferien das Projekt der Smartphone-Einweisung durch freiwillige Schüler der KGS wieder aufzunehmen und anzubieten. In Zusammenarbeit mit dem SoVD, so Karlheinz Drewes, wird auch über den Beirat nun die Notfalldose für Senioren angeboten werden. Eingestellt wird dagegen zunächst der Aufbau von weiteren Trimm-Geräten für Senioren. Das letzte wird nun in Wehmingen zum Einsatz kommen und dort ist, wie auch anderswo, die kostenlose Einweisung durch eine Physiotherapeutin geplant.

Der Ortsbürgermeister  von Müllingen und Wehmingen, Karl-Heinz Grun, trug den Wunsch der Müllinger an den Beirat heran, auf der Straße durch den Ort wieder eine Tempo-30-Beschränkung einzuführen, wobei der Beirat sich damit in der nächsten internen Sitzung auseinandersetzen will.

Der Seniorenbeirat wies zum Abschluss darauf hin, dass seniorenrelevante Projektideen von Bürgerinnen und Bürgern unterstützt werden. Ideen und Anregungen nimmt der Seniorenbeirat gern entgegen – ob über Telefon, durch Besuch bei den öffentlichen Veranstaltungen oder über die Internetseite.

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