Sehnde bekommt Versuchstrecke – erste Tests erfolgreich, aber „nicht-öffentlich“

1. April 2017 @

Für Innovationen ist die Stadt Sehnde ja bekannt – und nun schreitet sie auch noch an der Spitze des Fortschritts. Die Stadt wird Bestandteil eines bundesweit agierenden Forschungsnetzes zur Optimierung von Schlaglöchern und trägt so dazu bei, die Durchsetzung der 30er Zonen mit anderen Mittel in der Bundesrepublik zu fördern.

Randschlaglöcher testen die Lenkstabilität und die Parkverhinderungseffizienz – Foto: JPH

„Wir können nur mit den besten Schlaglöchern den Individualverkehr langfristig verlangsamen“, so der Forschungsleiter Dr. Hubert Mörtelmix vom Verkehrsministerium, das ja auch für die Neuplanung der B 65 zuständig ist. „Einfach in den Asphalt gefräste Schwellen oder aufgesetzte Berliner Kissen ignoriert der Fahrer doch schlichtweg.“ Daran kann man sich in Sehnde noch gut erinnern, denn die Breite Straße war ja trotz der dort aufgetragenen Erhöhungen eine Rennstrecke für die Eltern geworden, die ihr Kind am liebsten noch im Klassenraum der anliegenden Grundschule aus dem SUV hätten aussteigen lassen. Dem aber wird nun ein Riegel vorgeschoben. In der Bachstraße, bekannt für intensiven Autoverkehr, wird nun alles erprobt, was die neueste subjektive Bremstechnik zu bieten hat. Von zehn Zentimeter tiefen Löchern, auf Neudeutsch „Pot Holes“,  bis zu aufgemalten Straßeneinbrüchen soll dort nach dem Willen von Dr. Mörtelmix alles zum Einsatz kommen, was den Verkehr hemmt.

Echte (vorn) und aufgemalte (hinten) Schlaglöscher dienen der Bremswirkungserforschung – Foto: JPH

Dazu wir am Ende der Straße an der Zentrale zusätzlich ein Messfeld eingebaut, in dem die Forschungsgruppe die erfolgreiche Abnutzung der Stoßdämpfer der durchfahrenden Autos dokumentiert will. Der Sehnder Schlaglochmodellversuch ist bereits so erfolgreich angekommen, dass sich die Bundeswehr dafür interessiert. „Wir wollen dort eventuell auch das Fahrwerk des Nachfolgemodells unseres Leopard testen“, hört man aus Quellen des Verteidigungsministeriums. Der erste Schützenpanzer Puma soll als Erlkönig getarnt dort schon Probe gefahren sein, berichten Anlieger, die wegen der „Nicht-Öffentlichkeit“ dieser Versuche lieber nicht genannt werden wollen. Wieder hat die Sehnder Stadtverwaltung damit einen großartigen Coup gelandet, der Sehnde in der Welt technischer Innovationen weiter fest verankern und dauerhaft eine Spitzenposition sichern wird.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.