Saisonabschluss der Johanniter-Stauhilfe in Niedersachsen und Bremen

30. Oktober 2017 @

Hans-Günther Hackmann und sein Team sind dort anzutreffen, wo niemand gerne ist: im Stau. In diesem Jahr verbrachten die ehrenamtlichen Stauhelfer der Johanniter-Unfall-Hilfe aus dem Landesverband Niedersachsen/Bremen 60 435 Kilometer auf den niedersächsischen Autobahnen, sie leisteten dabei fast 2110 Stunden ehrenamtliche Arbeit. „In der Zeit von den Oster- bis zu den Herbstferien versuchen wir, bei Verkehrsunfällen immer als Erste am Unfallort zu sein“, sagt Hackmann, Fachberater Motorradstaffeln im Landesverband. Hauptaufgabe der Stauhelfer ist es, den Rettungskräften den Weg durch den Stau freizumachen. Denn für viele Verkehrsteilnehmer ist das Bilden einer Rettungsgasse noch immer keine Selbstverständlichkeit, trotz der inzwischen deutlichen Bußgelder.

Die Johanniter Stauhelfer stellen den Betrieb für 2017 ein – Foto: JUH/LV Niedersachsen/Bremen

Die Johanniter-Stauhilfe ist eine gemeinschaftliche Aktion mit dem Automobilclub ADAC, dem niedersächsischen Innenministerium und der Polizeidirektion Hannover. Hermann Fraatz, ehrenamtlicher Vorstand im Regionalverband Niedersachsen Mitte, lobte beim diesjährigen Saisonabschluss in Hannover die Zusammenarbeit der Institutionen: „Die Absprache mit der Polizei und den Wachen ist sehr gut, unsere Helfer werden immer freundlich aufgenommen.“ Er bedankte sich auch bei den Helfern für ihren Einsatz: „Eure Arbeit ist gefährlich, das ist nicht zu unterschätzen.“. Unterstützung für die Ehrenamtlichen soll es auch 2018 seitens des ADAC geben. Wolfgang Müller, Abteilung Verkehr beim ADAC, sagte wieder Fahrsicherheitstrainings zu.

Zu den Aufgaben der Johanniter-Biker gehört es, Unfallstellen oder Liegenbleiber abzusichern, Erste Hilfe zu leisten, Rettungswege freizumachen oder auch im Stau stehende Autofahrer mit Getränken zu versorgen. Für Kinder haben die Johanniter Malbücher oder Stofftiere im Gepäck. Mehr als 600 Mal mussten die Motorradstaffeln der Johanniter-Ortsverbände Aller-Leine, Hannover-Wasserturm, Northeim, Salzgitter, Hildesheim, Ahlhorn und Sulinger Land in dieser Saison tätig werden. Der Ortsverband (OV) Hannover-Wasserturm rückte insgesamt 247 Mal aus, die Schwarmstedter vom OV Aller-Leine wurden 31 Mal tätig, die Ehrenamtlichen der OV Northeim sowie Hildesheim halfen jeweils 71 Mal, die Johanniter aus Salzgitter unterstützten 110 Mal. Die Johanniter aus Ahlhorn und Sulingen waren 40 beziehungsweise 19 Mal tätig.

2018 starten die Stauhelfer zu Beginn der Osterferien am 16. März in die neue Saison.

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