Rückblick und neues Fahrzeug bei der Versammlung der Feuerwehr Höver

7. März 2017 @

Ortsbrandmeister Markus Meyer begrüßte am vergangenen Sonnabend zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Höver rund 80 Mitglieder und Gäste im Feuerwehrhaus des Ortsteils. Mit dabei waren unter anderem der Bürgermeister der Stadt Sehnde, Carl Jürgen Lehrke, der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Hartmut Völksen, der Ortsbürgermeister Hövers, Christoph Schemschat, der SPD/Grüne-Gruppenvorsitzende Olaf Kruse, Ex-Ortsbürgermeister Horst Neumann sowie die Ortsratsmitglieder Elisabeth Schärling und Wolfgang Ostermeyer und den Werksleiter der Firma Holcim, Erik Jantzen.

Rund 80 Personen begrüßte Ortsbrandmeister Markus Meyer – Foto: JPH

In seinem Jahresrückblick führte der Ortsbrandmeister zunächst die Einsatzstatistik an. Höver ist mit 43 Firmen mit unterschiedlichsten Angeboten, Waren und Betriebsgrößen kein homogenes Einsatzgebiet wie es etwa im Osten der Stadt besteht.

Den 53 Einsätzen aus dem Jahr 2015 standen 2016 die bisherige Spitzenzahl von 72 gegenüber. Die Einsätze 2016 waren zudem  zeitintensiver, so dass sie mit rund 4100 Stunden für das gesamte Dienstaufkommen zu Buche schlugen, führte Meyer aus. Die Einsätze unterteilen sich in 33 Alarme über Brandmeldeanlagen, 14 Brandeinsätzen, 10  Hilfeleistungen, elf Gefahrguteinsätze und vier sonstige Einsätze.

Meyer hob vor allem die Einsätze vom 9. Januar 2016, Wildscheinrettung aus dem Mittellandkanal,  den Turnhallenbrand am 22. Juni, den Unwettereinsatz am 22. Juli und am 19. Dezember den Chemieunfall bei Köster & Hapke in Höver hervor. „Leider“, so Meyer, „waren bei den Einsätzen auch 27 Fehlalarme bei der Firma Delticom in Höver dabei – vor allem nachts. Doch dort hofft man, den Fehler im System 2017 zu finden.“

Der Einsatz für das Wildschweinleben führte die Feuerwehrleute nicht nur kurz auf Ahltener Gebiet, sondern erschöpfte auch das Schwein derart, dass es anschließend handzahm war. Der rund fünfstündige Einsatz beim Gefahrgut in Höver war ebenfalls etwas aufwendiger, da sich trotz vorhandener Ladepapiere der tatsächliche Stoff erst später feststellen ließ.

Personell ist die Ortswehr den Worten Meyers zufolge gut aufgestellt. So kann der Ortsbrandmeister auf 43 Aktive, 21 Alterskameraden und Passive der Ortsfeuerwehr zurückgreifen. Die Atemschutzgruppe besteht dabei aus 25 Einsatzkräften.

Isabell-Madelaine Trantow trug den Bericht zur Juegnd- und Kinderfeuerwehr vor – Foto: JPH

Zu den 2016 besuchten Lehrgängen gehörten zwei Truppführerlehrgänge, ein Gruppenführer Teil 2, zwei Sprechfunker-, zwei Atemschutzgeräteträgerlehrgänge, zwei ABC-Einsatz-Lehrgänge, sowie die Truppmann 2-Prüfung.

Als größte Neubeschaffung bezeichnete der Ortsbrandmeister den neuen Gerätewagen Messtechnik (GW-M). Eine offizielle Übergabe soll dem Bürgermeister zufolge beim Stadtfeuerwehrtag im April erfolgen. Dazu gab es 2016 einen Laptop, zwei Atemschutzgeräte als Ersatz, ein Messgerät, Schutzanzüge CSA und verschiedenes anderes Material. Zudem wird in Höver wieder ein Pulverlöschanhänger stationiert. Das Gerät wird von der Firma Kali & Salz übernommen werden, wenn der Stadtrat der Spende zustimmt. 2017 stehen weitere Ersatzbeschaffungen an. Ein neuer Hilfeleistungssatz soll beschafft werden und außerdem sollte noch ein neues Mehrzweckfahrzeug (MZF) kommen. Aufgrund der Einstellsituation in der Fahrzeughalle durch den GW-M hat die Ortsfeuerwehr jedoch beantragt, vorerst auf die Neubeschaffung des MZF zu verzichten. So ist zuerst eine Erweiterung des Feuerwehrhauses notwendig, um alle Fahrzeuge witterungsgeschützt unterstellen zu können. Ortsbrandmeister Meyer wies aber auch darauf hin, dass trotz der vielen genannten Ersatzbeschaffungen, die allgemeine Beschaffung noch zu lange dauern würde und hier gehandelt werden müsse.

Nach den Ausführungen des Ortsbrandmeisters standen die Berichte aus der Jugend- und Kinderfeuerwehr sowie des Kassenwarts auf der Tagesordnung. Der Kassenwart gtrug die aktuellen Zahlen vor und die Kassenprüfer bestätigten die korrekte Kassenführung. Daraufhin erfolgte die einstimmige Entlastung der Führung und des Kassenwartes.

Markus Meyer (li.) überreichte die Plakette „Einsatzkraft 2016“ an Benjamin Dröger (re.) – Foto: JPH

Jugendsprecherin Isabell-Madelaine Trantow berichtete gekonnt und professionell zunächst von den Aktivitäten der zwölf Mädchen und neun Jungen der Jugendfeuerwehr. Die leisteten insgesamt 450 Stunden Dienst im abgelaufenen Jahr, darunter 41 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und Erste Hilfe. Dazu kamen viele Spiele, das Üben für den Hans-Oex-Wettkampf sowie die Vorbereitung auf die Jugendflamme 1.

In der Kinderfeuerwehr mit sechs Mädchen und 18 Jungen standen 244 Dienststunden auf dem Zettel. 27 feuerwehrtechnischen Stunden standen unter anderem 187 Stunden allgemeine Jugendarbeit zur Seite. So nahm die Gruppe an der Winter- und Sommerolympiade teil, machte bei der Aktion „Saubere Landschaft“ mit und fuhr zusammen mit der Jugendfeuerwehr in das Zeltlager Schwedeneck.

Aber auch zahlreiche Beförderungen standen wieder auf der Tagesordnung. So wurde Daniel Schulte zum Feuerwehrmann ernannt, zur  Oberfeuerwehrfrau respektive -mann wurden Niklas Klose, Tanja Winter, Kerstin Worm-Gaßmann, Christin Busse und Stephan Trantow befördert.

Und aufgrund seiner stetigen Einsatzbereitschaft bei Übungsdiensten und der Unterstützung der Jugendfeuerwehr wurde Benjamin Dröger als „Einsatzkraft 2016“ mit dem Ehrenschild geehrt.

Ralf Krause, stellvertretender Ortsbrandmeister, Benjamin Dröger (Einsatzkraft 2016), Niklas Klose (Oberfeuerwehrmann), Tanja Winter (Oberfeuerwehrfrau), Daniel Schulte (Feuerwehrmann), Kerstin Worm-Gaßmann (Oberfeuerwehrfrau), Stephan Trantow (Oberfeuerwehrmann), Christin Busse (Oberfeuerwehrfra)u, Markus Meyer Ortsbrandmeister und Diethelm Huch stellvertretender Stadtbrandmeister (v.li.) – Foto: JPH

Als  neuen Kassenprüfer wählte die Versammlung einstimmig Daniel Schulte.

In den Grußworten der Gäste dankte der Bürgermeister zunächst allen Anwesenden für die hohe Einsatzbereitschaft im einsatzreichen Jahr 2016 und sprach von einer großen Bewährung, der sich die Feuerwehr zu stellen hatte.  Dann wies er auf die Feuerwehrbeschaffungen der Stadt für das laufende Haushaltjahr hin, vom Neubau über den Anbau bis zur Fahrzeugbeschaffung, und bestätigte, dass die fachausschüsse den Umbau des Feuerwehrhauses von Höver 2017 befürwortet haben.

Ortsbürgermeister Christoph Schemschat zeigte sich erfreut über die Leistungen der Ortsfeuerwehr. Es ist seine erste Jahreshauptversammlung als Ortsbürgermeister bei der Feuerwehr. Zuvor war er nur als Vorsitzender der Schützengesellschaft dort, hat mittlerweile aber eine ganz andere Sichtweise auf die Feuerwehr gewonnen. Außerdem bedankte sich Erik Jantzen von der Firma Holcim für die geleistete Arbeit und würde sich freuen, die Feuerwehr weiterhin auf dem Gelände der Holcim bei Übungen begrüßen zu können.

Nach dem offiziellen Teil schloss sich noch ein gemütlicher Abend an.

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