Projekt „Miteinander in Toleranz“ an der VHS Ostkreis Hannover

19. Juni 2017 @

Das Projekt „Miteinander in Toleranz“ (MiT) erfolgt seit Januar 2007 in Gesamtträgerschaft der Region Hannover. Mit muttersprachlichen Beratungen steht das Projekt jungen Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 14 bis 27 Jahren bei der Berufsorientierung zur Seite. Die Beratungen finden entweder in den regelmäßigen wöchentlichen Sprechstunden an den Projektstandorten, beispielweise an Schulen, oder als individuelle Begleitung in den Familien statt. Das Ziel des Projektes ist es, den Integrationsprozess der Jugendlichen und deren Familien in Gesellschaft und Arbeitswelt zu unterstützen.

Die VHS Ostkreis sucht Mitmacher – Grafik: VHS Ostkreis

Im Rahmen von MiT bildet seit dem 1. März 2017 der Zweckverband Volkshochschule Ostkreis Hannover (VHS) mit seiner Außenstelle in Sehnde an der Peiner Straße 13 zu diesem Zweck Ehrenamtliche, die so genannten Mentorinnen und Mentoren, aus. Diese zeichnen sich durch ein hohes Maß an interkultureller und sprachlicher Kompetenz sowie eigener Migrationserfahrung aus und können somit eine Lotsenfunktion für junge Menschen in den Ausbildungs-und Arbeitsmarkt übernehmen.

Die Aufgaben, die die Mentoren übernehmen, sind sehr unterschiedlich. Dazu gehören beispielsweise die Begleitung bei Behördengängen und Unterstützung bei diversen Antragstellungen, Hilfestellung bei Bewerbungsschreiben, Akquise von Ausbildungs-und Arbeitsstellen, Begleitung zu Elternabenden und sprachliche Unterstützung bei den Elterngesprächen in der Schule sowie die Übersetzung von Elternbriefen, Informationsbriefen und Einladungen an die Eltern.

Im ersten Quartal 2017 waren für die Volkshochschule Ostkreis Hannover, zu denen die Kommunen Burgdorf, Isernhagen, Lehrte, Sehnde und Uetze zählen, insgesamt drei von sechs weiblichen Mentorinnen aktiv. Diese stammen aus Herkunftsländern wie Iran, Irak, Türkei, Bosnien und dem Kosovo. Dementsprechend können muttersprachliche Beratungen in den Sprachen Arabisch, Kurdisch, Türkisch, Serbisch-Kroatisch, Bosnisch, Albanisch und Englisch in den Einzugsgebieten der VHS Ostkreis Hannover angeboten werden.

Derzeit wird schwerpunktmäßig mit den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in den Einzugsgebieten der VHS Ostkreis Hannover Kontakt aufgenommen, um das Projekt MiT flächendeckend vorzustellen. Darüber hinaus werden auch Vereine, Jugendzentren und Flüchtlingsunterkünfte in den verschiedenen Kommunen zu einer Projektkooperation befragt.

Die Projektausweitung auf alle Kommunen der Region Hannover ist auf Grund eines erhöhten Aufkommens an Anfragen aus den jeweiligen Standorten heraus realisiert worden. Der erhöhte Bedarf wird zurzeit auch in den Einzugsgebieten der VHS Ostkreis Hannover sehr deutlich. Zahlreiche Schulen aus diesen Gebieten zeigen ein reges Interesse an muttersprachlichen Beratungen mit dem Ziel, den Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Sprachlernklassen sowie den Lehrkräften bei der Alltagsbewältigung in den Schulen behilflich zu sein. In diesem Zusammenhang wird es künftig in den einzelnen Schulen Sprechstunden geben. Die erste Sprechstunde gibt es bereits an der Kooperativen Gesamtschule in Sehnde jeweils freitags von 12.30 bis 14.30 Uhr.

Ein besonderer Appell geht an alle Migrantinnen und Migranten in und um Hannover, die Zeit und Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit MiT haben. Das Projekt an der Volkshochschule Ostkreis Hannover ist noch in den Startlöchern und ruft daher alle interessierte aus diesem Kreis dazu auf, am Aufbau von Projektstrukturen in den Kommunen Burgdorf, Isernhagen, Lehrte, Sehnde und Uetze mitzuwirken. Nur auf diese Art und Weise kann die Projektarbeit in den Kommunen weiterentwickelt werden.

Kommentare gesperrt.

© 2018 Sehnde-News.