Ortsfeuerwehr Ilten mit zahlreichen Einsätzen 2015

22. Januar 2016 @

SEHNDE-NEWS. Ein einsatzreiches und zeitintensives Jahr liegt hinter den Mitgliedern der Ortsfeuerwehr Ilten. Das entnahmen alle Anwesenden dem umfangreichen Tätigkeitsbericht des Ortsbrandmeister Andreas Neuse auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Feuerwehr am vergangen Sonnabend.

Zu Beginn der Versammlung begrüßte Neuse den stellvertretenden Stadtbrandmeister Diethelm Huch. Anschließend ging er zunächst auf die Mitgliederentwicklung ein. Im Berichtszeitraum konnte sich die Einsatzabteilung über ein neues Mitglied freuen und hat derzeit 56 aktive Mitglieder. Aber insgesamt sank der Mitgliederbestand jedoch um 18 Personen von 314 auf 296 Angehörige der Ortswehr.

Über ihre Beförderung oder Ehrung freuten sich Jan Döring, ArneWetcke, Tom Krüger, Delia Runge, Jens Hoffmann, Sascha Herrmann und Dieter Hoffmann mit dem stellvertretenden StadtBrandmeister Diethelm Huch und Ortsbrandmeister Andreas Neuse. (v.li.) – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Über ihre Beförderung oder Ehrung freuten sich Jan Döring, Arne Wetcke, Tom Krüger, Delia Runge, Jens Hoffmann, Sascha Herrmann und Dieter Hoffmann mit dem stellvertretenden Stadtbrandmeister Diethelm Huch und Ortsbrandmeister Andreas Neuse. (v.li.) – Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde

Im Vorjahreszeitraum rückte die Ortsfeuerwehr zu 54 Einsätzen aus – im aktuellen Berichtszeitraum 2015 waren es 50 Einsätze. Das Einsatzspektrum reichte von der kleinen Ölspur auf der Straße bis
zum Großbrand der KGS in Sehnde. Besonders erwähnte Neuse die Gefahrgutunfälle am 23. Juli und 16. Oktober auf der Autobahn 2 bei Lehrte. Bei den jeweiligen Bergungen der Gefahrgüter waren die Einsatzkräfte zwölf Stunden an der Einsatzstelle gefordert.

Aber auch der Gefahrguteinsatz in Ilten am 3. März wird in Erinnerung bleiben. Dort waren 5000 Liter Düngemittel in einem Vorgarten gelaufen, nachdem der Anhänger eines landwirtschaftlichen Gespanns in der Kurve umgestürzt war.

Neben dem Einsatzgeschehen standen aber auch diverse Übungs- und Ausbildungseinheiten auf dem Dienstplan. Laternenumzug, Wettbewerbe und Brandsicherheitswachen wurden ebenfalls von den Mitgliedern wahrgenommen. Der Ortsbrandmeister griff auch die besondere Lehrgangssituation an den Standorten der niedersächsischen „Akademie für Brand- und Katastrophenschutz“ auf. Durch die Schließung sind beantragte Lehrgänge im Jahr 2015 verloren gegangen – „ein Zustand, der nicht hinnehmbar ist“, bemängelte Neuse. Man habe das Problem zwar zügig erkannt und die Akademie schnell wieder von Flüchtlingen geräumt, dennoch werde es einen erheblichen Ausbildungsrückstau geben, der nicht so schnell abgearbeitet werden kann.

Auf neue Technik dürfen sich die Iltener der Stützpunktfeuerwehr im neuen Jahr schon einmal freuen: Ortsbrandmeister Neuse berichtete, dass dieses Jahr ein neues Löschgruppenfahrzeug 20 in Dienst gestellt werden soll. Das neue Einsatzfahrzeug ersetzt dann ein 31 Jahre altes Löschfahrzeug. Die Übergabe soll voraussichtlich im November erfolgen.

Für die technische Hilfeleistung wurden verschiedene Einsatzgerätschaften beschafft. Das Klinikum Wahrendorff spendete Schnelleinsatzzelte, davon wurden zwei in Ilten auf die Einsatzfahrzeuge
verladen. Insgesamt leisteten die Feuerwehrkameraden und -kameradinnen 2483 Stunden ehrenamtliche Arbeit; davon waren 997 Einsatzstunden – im Vorjahr waren es 655 Stunden.

Neben den Berichten und Grußworten standen noch Beförderungen und Ehrungen auf der Tagesordnung. Das niedersächsische Feuerwehr-Ehrenabzeichen für 25-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Jens Hoffmann und Sascha Herrmann. Für 40-jährige Mitgliedschaft im aktiven Feuerwehrdienst erhielt Dieter Hoffmann das Feuerwehr Ehrenabzeichen. Für 70-jährige Mitgliedschaft ehrte der Landesfeuerwehrverband Günter Ehlers, der allerdings die Ehrung aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich entgegennehmen konnte.

Befördert wurden zudem Delia Runge zur Feuerwehrfrau, Jan Döring und Arne Wetcke zum Feuerwehrmann, Tom Krüger erhielt den Dienstgrad Oberfeuerwehrmann. Nach dem offiziellen Teil gab es dann noch ein lockeres Beisammensein, auf dem in Gesprächen auch noch auf die verschiedenen Einsätze zurückgeblickt wurde.

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