Niedersachsens berühmtester Storch ist wieder da

22. Februar 2017 @

Bei grauem Himmel landete „Fridolin“, Niedersachsens berühmtester Weißstorch, am frühen Sonnabendnachmittag auf seinem angestammten Horst auf dem Schornstein des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde. „Unsere Teilnehmerin im Freiwilligen Ökologischen Jahr, Tanja Neuendorf, hörte vom Dachfenster ihrer Praktikantenwohnung, von der sie auch direkten Blick auf das Storchennest hat, ein Klappern“, berichtet Bärbel Rogoschik, Leiterin des NABU Artenschutzzentrums Leiferde. „Gleichzeit rief uns Radio 38 an, dort hatte man über die Internet-Kamera das Storchennest ‚auf dem Schirm‘. Der Moderator hatte die Ankunft eines Weißstorches beobachtet.“  Die Freude war bei allen Mitarbeitern riesig, hatte man doch schon auf den Rückkehrer gewartet.

„Fridolin im Storchennest“ bereitet alles für die Ankunft von „Frederike“ vor – Foto: NABU/Bärbel Rogoschik

Im vergangenen Jahr kam Fridolin, wegen einer besonderen Wetterlage, bereits am 8. Februar. Im Normalfall reist er Mitte des Monats bis Anfang März an. „Man merkte ihm an, dass er ein wenig müde war“, so Rogoschik weiter. „Immerhin hatte er die letzte Etappe der Reise bei nicht vorhandener Thermik, also ohne Aufwinde, zurückgelegt. Das kostet Energie und Fridolin ist nicht mehr der Jüngste. Trotzdem fing er nach kurzer Zeit schon an, Zweige im Nest zurechtzurücken und etwas Ordnung zu schaffen.“

Wer miterleben möchte, was Fridolin im Nest anstellt, kann dies über die Internetseite des NABU-Artenschutzzentrums miterleben. Blickt man auf ein leeres Nest, so ist Fridolin auf der Suche nach geeignetem Nistmaterial oder er fliegt „auf eine Maus“ zum Essen auf die umliegenden Wiesen. Sicher ist, er kommt immer wieder zurück. Denn in dieser Phase lässt er sein Nest nicht lange alleine. Die nächste spannende Frage lautet nun: Wann kommt Friederike?

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