Neuestes Seenotrettungsboot der DGzRS getauft

8. April 2017 @

Rund zehn Meter lang, weniger als einen Meter Tiefgang und 18 Knoten schnell – dies sind nur einige markante technische Daten des neuesten Seenotrettungsbootes der Freiwilligenstation Juist. Zur Taufe am Stationsgebäude auf der Nordseeinsel am 1. April begrüßte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zahlreiche Gäste und viele Schaulustige. Martina Janssen-Visser, Mutter des Vormanns der Station, taufte das Seenotrettungsboot auf den Namen „Hans Dittmer“ und wünschte „allzeit gute Fahrt und der Besatzung stets eine sichere Heimkehr“.

Taufpatin Martina Janssen-Visser (li.) mit ihren Söhnen Hauke, Vormann der Station (mi.) und Arend – Foto: DGzRS/Ingo Wagner

Finanziert wurde der Neubau durch den Nachlass von Hannaliese und Hans Dittmer, die die DGzRS mit einer außerordentlichen Zuwendung berücksichtigten, zweckgebunden für den Neubau einer Rettungseinheit. Hans Dittmer verstarb bereits 1989, seine Ehefrau Hannaliese im Jahr 2015. Sowohl Hans Dittmer als auch sein Vater waren in der Schifffahrt tätig. Das ursprünglich aus der Dittmer-Familie stammende Vermögen kam somit aus der Schifffahrt, und Hannaliese Dittmer vermachte es der DGzRS, um nach ihrem und dem Willen ihres verstorbenen Mannes damit ein neues Schiff für die Seenotretter zu bauen.

„Das ist für uns ein sehr großer Vertrauensbeweis“, sagte Gerhard Harder, ehrenamtlicher Vorsitzer der DGzRS, in seinem Grußwort anlässlich der Taufe. „Ein Nachlass dieser Art gibt uns die Freiheit, einer Station ein neues, modernes und sehr sicheres Einsatzfahrzeug zu bieten, denn natürlich ist unser oberstes Ziel nicht nur, Menschen aus Seenot zu retten, sondern auch, dass unsere Besatzungen von jedem Einsatz heil und gesund zurückkehren. Wir sind Hannaliese und Hans Dittmer außerordentlich dankbar, dass sie uns mit ihrem Nachlass den Bau dieses Seenotrettungsbootes ermöglicht haben.“

 

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