Neue Jugend-Netzkarte des GVH: Für 15 Euro im Monat mit Bussen und Bahnen mobil

9. Dezember 2017 @

Ab dem 01. Januar 2018 wird die Nutzung von Bussen und Bahnen im Gebiet des Großraum-Verkehr Hannover (GVH) für Jugendliche deutlich günstiger. Bis zu 70 Prozent weniger im Vergleich zu bestehenden Tarifangeboten zahlen Schülerinnen und Schüler sowie Absolventen eines Freiwilligen Sozialen Jahrs (FSJ) bis 22 Jahre, wenn sie mit der neu eingeführten GVH SparCard unterwegs sind. Die „Jugend-Netzkarte“ für 15 Euro ist ab Verkaufstag einen Monat gültig und kann täglich uneingeschränkt in und um Hannover genutzt werden. Einzige Voraussetzung ist eine Kundenkarte des GVH. Einen entsprechenden Beschluss hatte die Regionsversammlung schon im März gefasst.

Die SparCardPräsentation nahmen Ulf Mattern, Hauke Jagau und Birger Franz vor – Foto: Region Hannover/Draheim

„Deine Region. Ein Preis. Eine Card“ – mit diesem Slogan bewirbt der GVH die Jugend-Netzkarte – klassisch wie viral. Mit rund fünf Millionen Euro Zuschussbedarf, um die Mindereinnahmen der Verkehrsunternehmen im GVH auszugleichen, rechnet der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz: „Wir haben in der Region Hannover etwa 131 000 Vollzeitschüler, dazu rund 2000 junge Menschen in einem Freiwilligen Sozialen Jahr. Zieht man diejenigen ab, die heute einen Anspruch auf eine SchulCard haben, bleibt eine potentielle Zielgruppe von rund 82 000 möglichen Fahrgästen, die sehr viel günstiger mit dem GVH unterwegs sein könnten.“

Die bestehende Vergünstigung für SchulCard-Berechtigte (2-Kilometer-Distanz zwischen Wohn- und Schulort) bleibe bestehen, darauf weist GVH-Geschäftsführer Ulf Mattern hin. Aber: „Wer zusätzlich eine U21-Card – etwa für die Freizeit – nutzt, muss mit Einführung der Jugend-Netzkarte ab dem Jahreswechsel deutlich weniger zahlen. Wir senken den Preis für die U21-Card Monat von 24 auf 15 Euro, für die U21-JahresCard von 163 auf 150 Euro.“

Der erste Tag, an dem die neue GVH SparCard genutzt werden kann, ist der 1. Januar 2018. Sie löst die bisherige „SparCard Schüler“ mit bis zu vier Zonenpreiskategorien ab. Persönliche Kundenkarten mit Passfoto – so nicht schon vorhanden – geben die Servicestellen des GVH und der im Verbund zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen aus. Die Vollzeitschülerschaft oder die FSJ-Absolvenz ist durch Nachweis zu belegen. Die GVH SparCard ist ab dem 10. Dezember im Einzelverkauf und an Automaten erhältlich und muss monatlich neu erworben werden.

Auch die SPD-Regionsfraktion begrüßt Einführung der neuen Möglichkeit. „Unser Einsatz hat sich gelohnt“, stellt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Regionsfraktion, Frank Straßburger,  mit Genugtuung fest. „Junge Leute werden jetzt noch größere  Chancen haben, regionsweit die Vorzüge des öffentlichen Personennahverkehrs kennen zu lernen und damit seiner Nutzung auch später aufgeschlossen gegenüber  stehen“, so Frank Straßburger zum Sekundäreffekt des neuen Angebots.

 

 

 

 

 

 

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