Neue Infos für herzkranke Kinder und ihre Familien

10. Juni 2017 @

Das Gegenteil von Angst ist nicht Mut, sondern Information! In dem Kinderbuch „Annas Herz-OP“ begleitet Kobold Mutz die kleine Anna vor und nach dem Eingriff am (offenen) Herzen. Das Leben mit einem herzkranken Kind stellt die ganze Familie vor große Herausforderungen. Wenn eine Herz-Operation  ansteht, bleibt beim Aufklärungsgespräch mit dem Arzt oft nicht genügend Zeit, alle Fragen ausführlich zu besprechen. Mit dem Buch und dem interaktiven Tagebuch können sich herzkranke Kinder und ihre Familien auf den Eingriff vorbereiten.

Auch in arabisch und polnisch steht das Buch zur Verfügung – Foto: Kleine Herzen

Auch nach der Herz-OP hilft das Buch, die manchmal traumatischen Erfahrungen besser zu verarbeiten. Das Tagebuch können die Kinder individuell gestalten und dann nicht nur während des Aufenthaltes im Krankenhaus, sondern auch noch Jahre später nutzen. Wenn das kranke Kind schon als Säugling operiert wurde, ist das Kindertagebuch später eine wertvolle Erinnerung an die Herz-OP, mit der auch die Fragen und Sorgen der Geschwister anschaulich beantwortet werden. Herzkranke Kinder können „Annas Herz-OP“ ihren Altersgenossen im Kindergarten und in der Schule zeigen und dabei auf ihre besonderen Bedürfnisse aufmerksam machen. Das schafft Verständnis und Vertrauen. Manche Lehrkräfte beziehen es in die Unterrichtsgestaltung ein und ermöglichen so, dass das herzkranke Kind der Klasse seinen Herzfehler und dessen Auswirkungen erklärt.

Beide Bücher wurden von betroffenen Eltern, Pflegekräften, Ärzten und Psychologen mit viel Sachverstand, Erfahrung und „Herzblut“ entwickelt. Für die Übersetzungen war das Ethno-Medizinische Zentrum Hannover zuständig.

Eine arabische und polnische Versionen wurden von der BKK finanziell gefördert und können kostenlos angefordert werden über den Bundesverband Herzkranke Kinder.

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