Natur-Kultur-Pfad verlängert – Führungen nun möglich

12. August 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Seit ein paar Tagen ist der Wasseler Kultur-Natur-Pfad um vier neue Stationen reicher, die die Interessierten nun mit der Geschichte des Mittellandkanals in Berührung bringen. Die erweiterte Runde wurde vom Verein „Natur-Kultur-Pfad Wassel“ entwickelt und am vergangenen Sonnabendmorgen eingeweiht. Gleichzeitig hat der Verein Innerorts einen Pfad für wissensbegeisterte Kinder erarbeitet, der als „Falkenpfad“ nicht nur an das Wappentier Wassels erinnert, sondern auch mit sechs Stationen rund um den kleinen Ortskern allerlei Möglichkeiten bietet.

Bürgermeisterin Almuth Gellermann (li.) und Pfaderfinderin Erika Nowak (re.) eröffnen mit Justus Gellermann (9) (mi.) den neuen Pfad - Foto: JPH

Bürgermeisterin Almuth Gellermann (li.) und Pfaderfinderin Erika Nowak (re.) eröffnen mit Justus Gellermann (9) (mi.) den neuen Pfad – Foto: JPH

Nun hat der Wasseler Pfad, der im Juli 2014 eröffnet wurde, statt bislang 19 Stationen deren 23. Das ist mit einer feierlichen Eröffnung an der letzten Station am Ende des Ziegenbocksweg kurz vor dem Mittellandkanal (wo einst die Asseburg stand) zünftig gefeiert worden. Hier hatten die 15 Mitglieder des Vereins einen kleinen Festplatz aufgebaut, an dem sich die Besucher zu Hot Dog, Kaffee, Kuchen und kalten Getränken trafen und auf Sitzbänken über die Erweiterung und andere neue Ideen des Vereins diskutieren konnten. Außerdem war dort David Zielinski, der ehrenamtliche „Beauftragte für archäologische Denkmalpflege“ der Stadt Sehnde, mit einigen interessanten antiken Stücken aus der Gegend zu einer kleinen Ausstellung dabei. Er half den Besuchern mit seinem Fachwissen bei der Reise durch die Wasseler Zeit, parallel zur Intention des Pfades – mit Exponaten, die häufig jedoch deutlich älter waren als die Geschichte am Pfad.

Gleichzeitig wurde an diesem Morgen der „Falkenpfad“ mit eröffnet, der sich in spielerischer Weise mit der Natur im Ort befasst und der Frage nachgeht, „Was hat der Falke mit Wassel zu tun?“. „Mitentwickler des Falkenpfads war Justus Gellermann“, sagte Erika Nowak, „Erfinderin“ des Natur-Kultur-Pfades und kompetente Führerin auf der Strecke. „Er hat Ideen beigetragen und uns ‚beraten‘.“

Die antiken Stücke aus dem Bereich von David Zielinski waren von Interesse - Foto: JPH

Die antiken Stücke von David Zielinski waren von Interesse – Foto: JPH

Die Arbeit des Vereins wird von einigen Institutionen unterstützt, denn „auch wir benötigen für einige Dinge etwas Geld“, so Nowak. „Die Faltblätter zum Falkenpfad und zum Natur-Kultur-Pfad hat die Region drucken lassen, da der Pfad Bestandteil des Grünen Rings ist.“ Zudem kommen Zuschüsse für die Schilder, die Ständer und die Karten von der Volksbankstiftung, der Stadt Sehnde, durch Führungen und natürlich von den Vereinsmitgliedern in die Kasse. „Das Material für die neuen Ständer der Infotafeln kommt vom Sägewerk aus Bolzum, die Kunststoffe aus Ahlten und der Tafeldruck erfolgte in Lehrte. Das Design kommt von meiner Tochter Daniela und den Text habe ich entworfen“, erklärt Erika Nowak die Entstehung des neuen Pfades. „Und die Aufstellung der Tafeln erfolgte durch den Verein.“

Jetzt ist zunächst keine Verlängerung des „äußeren Ringes“ geplant. „Wir verbessern jetzt die Infos auf den bestehenden Tafeln, denn es ergeben sich immer noch neue Erkenntnisse“, sagt Nowak zur Planung. „So haben wir Innerorts bei Bauarbeiten ein historisches Vier-Ständer-Haus entdeckt, das erfasst wird, und auch der Kaliberg wird aufgenommen.“ So wird als nächstes Projekt der innere Ring überarbeitet.

Die Crew um Erika Nowak (re.) und Bürgermeisterin Almuth Gellermann (li.) haben die Tafeln aufgestellt - Foto: JPH

Die Crew um Erika Nowak (re.) und Almuth Gellermann (li.) haben die Tafeln aufgestellt – Foto: JPH

Außerdem bietet der Verein jetzt für Gruppen große und kleine Führungen auf dem Pfad an, bei denen es weitere Informationen zu dem Bereich in und um Wassel gibt. „Es ist interessant, wenn man mit älteren Bürgern des Ortes geht“, erzählt Nowak. „Da erfährt man viele Dinge, die man selbst über den Weg noch gar nicht weiß. Das Wissen wollen wir auch einbringen in unsere Arbeit.“ Die Idee der Führungen ist sehr neu. Sie können in Absprache individuell in ihrer Länge und zwischen den Schwerpunkten Kultur und Natur abgesprochen werden. Die Anfrage geht an den Verein unter der E-Mailadresse naturkulturwassel [at] gmail [dot] com oder über das Kontaktformular auf der Homepage. Sicher ist das auch eine Idee für einen Betriebsausflug oder einen Geburtstag, denn der individuelle Rundgang kann ja anschließend in der Wasseler Gastronomie enden.

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