Literarischer Streifzug durch die Geschichte

11. September 2015 @

Die 1893 gegründete „Israelitische Erziehungsanstalt zu Ahlem bei Hannover“ wurde später zur „Israeltischen Gartenbauschule Ahlem“. Sie bildete jüdische Jugendliche in Gartenbau und anderen praktischen Berufen aus, bevor die Institution durch den Terror des Nationalsozialismus von diesem Ort verschwand: Die Gestapo nutzte das Gelände ab 1941 als Sammelstelle für die jüdischen Bevölkerung vor ihrer Deportation in die Ghettos und Vernichtungslager Osteuropas, später richtete sie dort zusätzlich ein Gefängnis ein.

Führung durch die Ausstellung am Sonntag möglich - Foto: Claus Kirsch/Archiv

Führung durch die Ausstellung am Sonntag möglich – Foto: Claus Kirsch/Archiv

Mit einem literarischen Rundgang am Sonntag, 13. September, durch die ehemalige Gartenbauschule und heutige Gedenkstätte Ahlem will die Rezitatorin Marie Dettmer an den Ausbildungsort und die vielen Absolventen, die „Ahlemites“, erinnern, die durch die weltweite Verbreitung ihrer erlernten Gartenkunst dazu beigetragen haben, die Schule nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Beginn ist um 15 Uhr, der Eintritt ist frei.

„Es ist ganz gleich, ob ein Garten klein oder groß ist“ (Hugo von Hofmannsthal) – unter dieses Motto hat Marie Dettmar ihren literarischen Streifzug durch die Welt des Gartenbaus gestellt. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine Führung durch die Ausstellung zur Geschichte der Gartenbauschule Ahlem kombiniert mit Lyrik und Prosa von der Antike bis zur Gegenwart.

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