Laufen für den Artenschutz: 1200 Teilnehmer beim 2. Zoo-Run

17. Juni 2017 @

Sie liefen, hüpften, joggten, spazierten. Geschwindigkeit spielte auch beim 2. ZOO-RUN durch den Erlebnis-Zoo Hannover überhaupt keine Rolle – Hauptsache: dabei sein und den Artenschutz unterstützen. Und nebenbei mal eben Afrika, Indien, Australien und Kanada durchqueren. 1200 Läufer – teilweise verkleidet – taten am 15. Juni mit jedem mehr oder weniger flotten Schritt Gutes: 2500 Euro vom Erlebnis-Zoo und 1719 Euro durch zusätzliche Spenden der Läufer kamen mit der Aktion zusammen, die der Erlebnis-Zoo an den Verein „Rettet den Drill“ spendete.

Mit Fun auf den „Run“: Zahlreiche Läufer waren verkleidet – Foto: F. Petrow/Zoo Hannover

Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, eine der am stärksten bedrohten Affenarten Afrikas zu retten. Drills leben in Kamerun, Nigeria und auf der Insel Bioko in einem Gebiet von weniger als 30 000 Quadratkilometern. Aufgrund des kleinen Gebiets, der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes und der schonungslosen Jagd auf die Affen sind die Drills stark bedroht. Ihr Bestand wird heute nur noch auf etwa 3000 Tiere geschätzt.

„Rettet den Drill“ ist eine gemeinnützige Organisation, die sich in Nigeria und Kamerun für die bedrohten Tiere einsetzt. Neben der weltweiten Aufklärung über die bedrohliche Lage der Drills, unterstützt der Verein die Schutz-Projekte der Pandrillus-Organisation in Calabar und dem Afi-Mountain-Reservat in Nigeria sowie dem Limbe Wildlife Center in Kamerun. In den dortigen Rehabilitations- und Zuchtzentren wachsen beschlagnahmte und verwaiste junge Drills mit Artgenossen auf. Später werden sie in die geschützten Regenwälder der Afi-Mountains entlassen. Für die ehemaligen Wilderer schafft die Organisation neue Perspektiven: sie finden bei Pandrillus Arbeit als Wildhüter oder Fremdenführer.

Scheckübergabe von Jeannine Fröhlich-Waschkau (re.) an Kathrin Paulsen – Foto: F. Petrow/Zoo Hannover

Den Scheck über 2500 Euro nahm die Vorsitzende des Vereins Rettet den Drill, Kathrin Paulsen, von Zoo-Service-Leiterin Jeannine Fröhlich-Waschkau entgegen. „Der Drill ist ein ganz wunderbares Tier. Leider ist er nicht so bekannt“, erklärte Jeannine Fröhlich-Waschkau das Engagement des Zoos. „Der Erlebnis-Zoo will helfen, diese Affen zu erhalten. Mit der neuen Themenwelt Afi Mountain, die wir geraden bauen, werden wir den Drill und seine Bedrohung bekannt machen – aber auch aufzeigen, wie man helfen kann und was der Zoo zum Erhalt der Affen tut. Vielen Dank an alle Läufer, die mit dem Zoo-Run heute den Artenschutz unterstützen.“

Die anspruchsvolle Strecke der Läufer mit Steigungen, Biegungen und unterschiedlichsten Bodenbelägen führte einmal um die Welt vom niedersächsischen Meyers Hof durch das australische Outback, über den indischen Dschungelpalast vorbei am Marktplatz in Yukon Bay, durch die Unterwasserwelt, weiter entlang am Sambesi, wo die Flamingos als einzige tierische Zuschauer den eilenden Zweibeinern mit gelassener Distanz zusahen. Alle anderen Tiere waren bereits vor Laufbeginn hinter den Kulissen schlafen gegangen und so gehörten die Themenwelten ganz den Sportlern.

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