Jürgen Schröter führt Schulklassen durchs Regional-Museum

11. Mai 2016 @

Mehrere Schulklassen besuchten am vergangenen Montag vormittags das Regional-Museum-Sehnde auf dem Gutshof Rethmar. Die beiden Lehrerinnen Frau Rathmann und Frau Lesch und der Lehrer Markus Morawitzky unterrichten gerade das „Freien-Thema“ und nutzten die Gelegenheit, das Museum mit seiner Dauerausstellung dafür zu besichtigen.

Jürgen Schröter und Erhard Niemann (hi.v.li.) fürhten die Schulklassen durch die Geschichte - Foto: R. Niemann

Jürgen Schröter und Erhard Niemann (hi.v.li.) fürhten die Schulklassen durch die Geschichte – Foto: R. Niemann

Jürgen Schröter erschien in seiner mittelalterlichen Freien-Tracht mit Fahne und begrüßte mit dem Vorsitzenden des Museumsvereins Erhard Niemann als erste Gruppe die jungen Schüler des vierten Jahrgangs. Er selbst stellte sich den Besuchern als letzter Übriggebliebener aus dem großen Freien aus dem Jahre 1632 vor.

Auf dem Treppenaufgang zur Dauerausstellung „Das Große Freie“ erklärte Schröter die Bedeutung der Symbole der dort aufgehängten Wappen, von denen vierzehn die Ortschaften der ehemaligen Freien-Bauern zeigen. Danach zeigte Niemann den Film über das große Freie, den sich die Kinder interessiert anschauten. Im Anschluss hatten die Viertklässler Gelegenheit, Fragen an Jürgen Schröter zu stellen, der durch sein großes Wissen umfassend antworten konnte.

Beim Vitrinenrundgang erläuterte Schröter, dass alle drei Jahre immer noch stattfindende Freien-Schießen mit all seinen Besonderheiten. „Mit welchen Waffen haben sich die freien Bauern damals gegen Eindringlinge im Mittelalter verteidigt“, wollten Jannis, Lena und Isabel von ihm wissen. „Mit der Mistforke oder dem Dreschschlegel setzten sich die Bauern zur Wehr“, gab Schröder zur Antwort.  „Woher stammt das Hirschgeweih, das da oben am Balken hängt“, fragten Collin und David. „Der ist im Winter im Altwarmbüchner Moor in einem Moorloch eingebrochen und konnte sich nicht mehr befreien, und ist verendet“, lautete die Geschichte.

Nach einer guten Stunde Aufenthalt wartete bereits die nächste Schulklasse auf ihre Führung mit Jürgen Schröter, so dass die erste Gruppe begeistert ihre Heimreise mit ihrem Lehrer Markus Morawitzky antraten.

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