Heimat hat ein Zuhause: Unterm Dach über der Kita

22. März 2017 @

Zur Wiedereröffnung der Heimatstube in Höver begrüßte der Vorsitzende Ernst Köhler zahlreiche Gäste, darunter den Vorsitzenden des Heimatbundes Niedersachsen, Heinz-Siegfried Strelow, den Ortsbürgermeister Christoph Schemschat, die Vertreter der örtlichen Vereine und Gruppen und natürlich die Sponsoren und Helfer, die maßgeblich zum Gelingen der Neugestaltung beigetragen haben.

Heinz-Siegfried Strelow bei der Eröffnung im Gespräch mit Besuchern – Foto: A. Gorontzy

Im Anschluss gab Manfred Holaschke einen Abriss der Geschichte der Heimatstube, die aus einer privaten Sammlung des Friseurmeisters Willi Fischer Ende der 1960er Jahre entstanden ist. Rund 20 Jahre später hatten sein Sohn Lothar Fischer und eine Gruppe höverscher Bürger eine erste Ausstellung organisiert. Nach Begutachtung durch die Gemeinde Sehnde wurde die Ausstellung zunächst im Forum der Grundschule Höver, später in der Verwaltungsnebenstelle gezeigt.

Nach einem weiteren Umzug 2001 in die heute genutzten Räume fand unter der Regie der Siedlergemeinschaft Höver die Wiedereröffnung 2003 im Rahmen des Ortsfestes statt. Ingrid und Karl-Heinz Schnelle betreuten die Heimatstube für viele Jahre bis dies im Mai 2012 der Heimatbund „Unser Höver“ übernahm.

Im Rahmen des Umbaus der Kindertagesstätte erhielt der Gebäudeteil, in dem sich die heutige Heimatstube befindet, ein neues Dach und neue Fenster. Die Heizung wurde auf ihre Funktion  überprüft und die elektrische Anlage erneuert. Im Jahr 2015 konnte „Unser Höver“ dann mit den Innenarbeiten beginnen. Die Räume wurden gestrichen und eine komplett neue Beleuchtungsanlage installiert. Nach Gesprächen mit Dr. Andreas Fahl vom Historischen Museum und Heinz Gehrke vom Heimatmuseum in Seelze wurde die Ausstellung so konzipiert, wie sie heute zu sehen ist.

Der Blick in die neue „Gute Stube“ – Foto: A. Gorontzy

Ziel ist es, den Besuchern zu verschiedenen Themen Informationen zu geben, Ausstellungstücke zu zeigen und auch die Themen zu wechseln, so dass es immer wieder interessante Schwerpunkte in der Ausstellung geben wird. Zunächst sind regelmäßige Öffnungszeiten ab 26. März jeweils sonntags (außer Ostersonntag) von 10 bis 12 Uhr vorgesehen. Interessenten können mit Voranmeldung auch andere Besichtigungszeiten vereinbaren.

Nach diesem mündlichen Überblick zur Eröffnung am Freitag hatten die Gäste Gelegenheit, bei einem Rundgang die Exponate in Augenschein zu nehmen, unter anderem die „Gute Stube“. Eine Vitrine enthält Fossilien aus dem höverschen Steinbruch, eine andere Handwerkszeug verschiedener Berufe. Ein maßstabsgerechtes Modell des Altars der höverschen Kapelle ist ebenso vorhanden, wie die Fahne des „Männergesangvereins“, die während des Krieges von Heinrich Lüpke versteckt worden war.

Mit Gesprächen und viel Lob für die gelungene Präsentation ging die Veranstaltung mit einem kleinen Umtrunk zu Ende. Jetzt hofft „Unser Höver“, dass das Interesse geweckt ist und viele Besucher in den nächsten Wochen in die „Gute Stube von Höver“ schauen.

 

 

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