Der Erlebnis-Zoo summt: Neue Heimat für zwei Bienenvölker

7. August 2017 @

Der Erlebnis-Zoo setzt sich nicht nur für exotische Tiere ein, sondern hilft auch, heimische Tierarten zu schützen: Zwei Bienenvölker haben auf dem Zoo-Bauernhof eine neue Heimat gefunden. Denn die heimische Biene ist durch die Varroa-Milbe, Vergiftung durch Insektizide sowie Monokulturen in der Landwirtschaft bedroht! Der Erlebnis-Zoo unterstützt daher die Initiative „Hannover summt!“, die Bienen- und andere Insektenarten schützt und auf ihren großen Wert in der Natur aufmerksam macht.

Der Zoo ist neue Heimat für rund 80 000 neue Tiere – Foto: Zoo Hannover

Im Ökosystem spielen Honig- und Wildbienen eine unverzichtbare Rolle. Sie bestäuben viele Pflanzen, die dadurch erst Samen und Früchte tragen. In Deutschland ist jedoch bereits die Hälfte der Wildbienenarten vom Aussterben bedroht. Es fehlt an pollenreichen Blüten, an die die heimischen Bienen seit vielen Jahrtausenden angepasst sind. Fehlt eine Blütenart, fehlt oft die dazugehörige Biene. Die Initiative „Deutschland summt!“, zu der „Hannover summt!“ gehört, macht die Leistung der Bienen in Zahlen greifbar: „Rund 80 Prozent aller Pflanzenarten in den gemäßigten Breiten sind auf eine Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen. Davon werden wiederum etwa 80 Prozent durch Wild- und Honigbienen bestäubt.“

Der Erlebnis-Zoo summt mit und hat zwei Honigbienen-Völkern von Imker Jan Gronwald eine neue Heimat geboten. Damit sich die zirka  80 000 neuen geflügelten Zoomitarbeiter richtig wohl fühlen, haben die Zoogärtner weitere bienenfreundliche Pflanzen wie Aster, Kornblume, Himbeere, Himmelsleiter, Koriander, Sonnenbraut und Flockenblume gepflanzt. Im gesamten Zoo finden die Bienen zudem Ahorn, Apfel, Brombeere, Edelkastanie und viele mehr.

Vier Monate nach ihrem Einzug konnte der Imker den ersten „Zoo-Honig“ präsentieren: 144 Gläschen mit je 250 Gramm goldenem Honig kamen zustande. Geschmack: blumig, leicht malzig. Eine zweite Ernte folgt im Spätsommer. „Wir überlegen zwar, den Honig später einmal hier im Zoo zum Verkauf anzubieten, aber vorrangig geht es uns darum, unsere Besucher über die Bienen und das Bienensterben zu informieren und aufzuklären, wie jeder mit leichten Mitteln zum Schutz der Bienen beitragen kann“, erklärte Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff. Weitere Informationen gibt es im Internet.

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