Cybererziehung: Freiheit und/oder Kontrolle für Kinder?

23. April 2016 @

Gutes Internet, böses Internet: Auch in Deutschland befinden sich Eltern in einem Dilemma. Einerseits glauben viele an die enormen Möglichkeiten des Mediums für eine positive Entwicklung ihrer Kinder: So sehen 43,6 Prozent das Internet als besseren Lernort gegenüber der realen Welt, wie eine Umfrage von B2B International im Auftrag von Kaspersky Lab zeigt. Andererseits macht sich die Mehrzahl der befragten Eltern in Deutschland auch Gedanken über wachsende Cybergefahren (56,3 Prozent) und unangemessene Inhalte im Internet (55,3 Prozent). Kaspersky Lab empfiehlt einen dualen Cybererziehungsansatz. Wenn Eltern Kindersicherungslösungen einsetzen, wie die neue plattformübergreifende Freemium-Software Kaspersky Safe Kids, sollten sie immer auch den vertrauensvollen Kontakt mit ihrem Nachwuchs suchen.

Kids sollten nur kontrolliert ins Internet gehen und nur eine begrenzte Zeit - Foto: Kaspersky Lab

Kids sollten nur kontrolliert ins Internet gehen und nur eine begrenzte Zeit – Foto: Kaspersky Lab

Eltern in Deutschland begleiten ihre Kinder beim Surfen im Internet mit nur 13,9 Prozent weit weniger oft als unsere europäischen Nachbarn. Dafür suchen sie mit 51,0 Prozent häufiger das Gespräch mit dem Nachwuchs über die Gefahren, die im Cyberspace lauern. Und bei mehr als einem Drittel (36,1 Prozent) der Familien in Deutschland wird auch die Zeit begrenzt, in der Kinder das Internet nutzen dürfen. Mit jeweils 23,4 Prozent kontrolliert außerdem ein knappes Viertel regelmäßig die von ihrem Nachwuchs besuchten Webseiten oder hat bereits eine Kindersicherungs-Software installiert.

Die Gründe dafür sind vielfältig, wie die Umfrage von Kaspersky Lab zeigt. Etwa die Hälfte der Eltern (49,9 Prozent) nutzt die Kindersicherung, weil sie dem Nachwuchs näher bringen kann, wo im Internet Gefahren lauern. Und 41,0 Prozent sehen schlicht keine Möglichkeit, dem Nachwuchs höchstpersönlich permanent über die Schulter zu schauen und nutzen daher eine Kindersicherung.

Tatsächlich reichen elektronische Hilfsmittel allein nicht aus, um Kinder vor den Gefahren des Internets zu schützen. „Geeignete softwarebasierte Schutzmaßnahmen sollten immer mit der elterlichen Aufklärung über Onlinegefahren einhergehen“, erklärt Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. „Eine zeitgemäße Cybererziehung setzt auf die richtige Balance zwischen Kontrolle und Vertrauen. Je nach Alter und Erfahrung der Kinder müssen individuelle Absprachen getroffen und deren Einhaltung auch kontrolliert werden.“

 

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