Bärenstarke Bescherung im Erlebnis-Zoo Hannover

22. Dezember 2016 @

Die Eisbären trafen einen weißen Typen mit Hut, die Löwen lauerten voll bepackten Tüten auf, während die dreizehn Erdmännchen nur kurz überlegten, wie sie die Geschenke erlegen sollen: Ganz einfach mit Scharren, Beißen, Klettern, Reißen.

Eisbär Sprinter klaut dem Schneemann die Nase – Foto: Zoo Hannover

Wenn es darum geht, an ihre Weihnachtsüberraschungen zu gelangen, werden die Tiere im Erlebnis-Zoo Hannover überaus einfallsreich. Müssen sie auch. Ihre Lieblingsleckereien werden ihnen in bunten Tüten und Kartons gereicht – und die wollen erst einmal gefunden und geöffnet werden. Jedes Jahr lassen sich die Tierpfleger neue kleine Überraschungen für ihre Schützlinge einfallen, damit auch die Weihnachtszeit ein tierisches Erlebnis wird.

So fanden die Eisbären am Ufer ihrer Meeresbucht plötzlich diesen weißen Typen mit schwarzem Hut und Karottennase. Eiskalt blickte er Sprinter und Nanuq aus seinen Haselnuss-Augen entgegen und bewachte den Weihnachtsbaum, der liebevoll mit Paprika, Äpfeln, Ananasscheiben und Schneeflocken aus einem Hauch von Sprühsahne dekoriert war. Um den köstlichen Baum plündern zu können, mussten die Bären erst einmal den Schneemann „kaltmachen“. Und siehe da, auch der erwies sich, getränkt in Lebertran, als bärenstarkes Sorbet.

Die Berberlöwen Basu und Naima mussten die großen bunten Weihnachtstüten erst nach Katzenart erlegen – ausgiebig beobachten, dann anschleichen, vorsichtig anstupsen, schließlich reinbeißen –, bevor sie an die gut verpackten Leckereien gelangten. Auf die Erdmännchenfamilie wartete in afrikanisch-weihnachtlich dekorierter Kulisse eine interessant geformte Weihnachtsmütze: groß, rund, mit vielen Lamellen aus Papier – und in jeder einzelnen verbargen sich kleine Köstlichkeiten.

Das Erdmännchen staunt über die Weihnachtsmütze – Foto: Zoo Hannover

Mit den weihnachtlichen Päckchen, Tüten und Tannen waren die Tiere stundenlang beschäftigt. Und genau das ist der Sinn der Sache. In der freien Wildbahn sind die Tiere den ganzen Tag mit der Nahrungssuche ausgelastet. Und so wird das Futter auch im Zoo versteckt und breitflächig verstreut, aber es gibt zudem noch andere Arten der Beschäftigung, zum Beispiel Denkaufgaben mittels Futterautomaten oder verpackte und schwerer zugängliche Leckereien.

Die tierische Beschäftigungs-„Bescherung“ findet meist hinter den Kulissen statt. Aber wer genau hinsieht, entdeckt bei seinem Weihnachtsspaziergang vielleicht zufällig ein Tier im Kampf mit Karton und Tüte…

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.