42. Landessporttag: Regionssportbund Hannover verhindert Beitragserhöhung

21. November 2017 @

Der 42. Landessporttag des Landessportbundes (LSB) Niedersachsen fand am Sonnabend, 18. November, statt. Hierbei ging es unter anderem um eine geplante Beitragserhöhung des LSB ab dem Jahr 2020, dessen finale Abstimmung auf Antrag des Regionssportbundes (RSB) Hannover nun vertagt wurde.

Joachim Brandt sprach sich gegen erneute Beitragserhöhungen aus – Foto: RSB

Der RSB hatte im Vorfeld hierzu einen Antrag auf Verschiebung der Entscheidung über diese Beitragsanpassung gestellt, da der RSB-Vorstand im Interesse seiner Vereine zunächst eine nachvollziehbare Begründung vorgelegt bekommen will, warum es schon wieder zu einer Beitragserhöhung kommen soll.

„Es ist für uns nach wie vor nicht nachvollziehbar, warum unsere Vereine schon wieder mehr belastet werden sollen. Der 42. Landessporttag ist deshalb ein Meilenstein in der Geschichte des LSB Niedersachsen. Heute ist sichtbar geworden, was es bedeutet, wenn Sportbünde und Fachverbände geschlossen agieren. Dies hat dazu geführt, dass die unterschiedlichsten Anträge im Sinne des Sports und nicht gegen das Präsidium beschlossen worden sind. Für diese gezeigte Solidarität und Unterstützung spreche ich allen Beteiligten aus vollem Herzen ein Dankeschön aus!“, so Joachim Brandt, RSB-Vorsitzender, zu dem koordinierten Antrag.

Der RSB hatte aus Rücksicht auf seine Vereine im vergangenen Jahr nur den Grundbeitrag erhöht und auf eine Beitragserhöhung pro Kopf verzichtet, obwohl auch hier eine Notwendigkeit einer Beitragsanpassung durchaus gesehen wurde. Da sich der RSB aber seiner Verantwortung bewusst ist, wurde die Beitragsanpassung zunächst zurückgestellt.

Mit den gleichen Argumenten wie im Jahr 2011 hatte nun der LSB versucht, die Sportbünde und auch die Fachverbände zu einer Zustimmung zu einer Beitragserhöhung zu bewegen. Zunächst jedoch ohne Erfolg: Mit einer knappen Mehrheit wurde nämlich der Antrag des RSB angenommen, was zur Folge hat, dass der LSB nun beauftragt ist, einen Verwendungsnachweis zu erstellen in Form einer nachvollziehbaren Aufgaben- und Ausgabenbeschreibung und darzulegen, warum Vereine ab dem Jahr 2020 mehr belastet werden sollen.

„Der RSB wird die weitere Entwicklung kritisch begleiten, da uns die enge Finanzlage unserer Mitgliedsvereine bewusst ist. Zudem ist für uns nicht erkennbar, wofür eine Mehreinnahme bei den Beiträgen verwendet werden soll. Allerdings sollten sich unsere Vereine darauf einstellen, dass es eventuell zu einer Beitragsanpassung ab dem Jahr 2020 kommen kann“, fügt Ulf Meldau, stellvertretender RSB-Vorsitzender, hinzu.

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