2061 Tiere in 198 Arten: Inventur im Zoo

15. Januar 2016 @

Am Ende jedes Jahres zählt der Zoo einmal durch. Ergebnis für das Jahr 2015 nach tagelanger Zählung: Im Erlebnis-Zoo Hannover leben 2061 Tiere in 198 Arten. Mit dieser Bilanz geht der Erlebnis-Zoo Hannover in das neue Jahr und freut sich darauf, das Ergebnis von 2015 mit 1,2 Millionen Besuchern noch zu toppen.

Kerstin Decker zählt die Aras in der Showarena – Foto: Zoo Hannover

Kerstin Decker zählt die Aras in der Showarena – Foto: Zoo Hannover

Das Pinguinküken schaffte es noch auf die Inventurliste. Ganz knapp vor Zooschluss am 31.12.2015 pickte es sich aus dem Ei und wurde natürlich „Silvester“ getauft. Auf dem Inventurbericht steht: 36 Brillenpinguine + 1. Damit erhöhte Silvester die Anzahl der gezählten Tiere im Erlebnis-Zoo Hannover im Jahr 2015 auf 2061.

Wie jedes Unternehmen zählt auch der Erlebnis-Zoo am Ende des Jahres einmal alle Köpfe. Für die tierische Inventur braucht es Geduld, denn nicht alle Tiere sind so einfach zu zählen wie Elefanten, Flusspferde oder Faultiere. Mehrere Wochen mühten sich die Tierpfleger, um alle Tiere genau zu erfassen. Manche Tierarten werden nach ausgeklügelten Methoden geschätzt, wie der Vogelschwarm im Urwaldhaus. Da die freifliegenden Vögel sich nicht einfangen lassen, wird ihre Futterstelle stundenlang beobachtet. Die Anzahl der dort pickenden Vögel wird später hochgerechnet. Die Tausenden von Blattschneiderameisen werden als ein Volk, also ein Tier gerechnet.

Aber schließlich stand es fest: Im Erlebnis-Zoo leben 2061 Tiere in 198 Arten.

Eisbär Nanuq wird gemessen – Foto: Zoo Hannover

Eisbär Nanuq wird gemessen – Foto: Zoo Hannover

Die Zahlen vergleichen die Zoomitarbeiter mit den Aufzeichnungen des gesamten Jahres. Denn die Tierpfleger halten jeden Tag schriftlich fest, ob ein Tier geboren, verstorben, weg- oder zugereist ist. Die täglich ermittelten Zahlen werden von den Kuratoren erst handschriftlich in das Tierbestandsbuch ein- und dann in den Computer übertragen. Das Ergebnis der Jahresabschlusszählung wird schließlich mit den Computeraufzeichnungen verglichen. Fehlt ein Tier oder ist gar eines zu viel, wird nochmal gezählt.

Der Abschluss der tierischen Inventur ist der lückenlose Jahresbericht, den die Kuratoren in mühevoller Kleinarbeit zusammenstellen. Dieser Jahresbericht wird an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie an den Gesellschafter des Zoos, die Region Hannover, und an das Veterinäramt der Stadt Hannover übermittelt. Auf diese Weise ist jedes Tier von der Maus bis zur Giraffe „aktenkundig“.

Angela Kruth misst Tigerpython Little Moses – Foto: Zoo Hannover

Angela Kruth misst Tigerpython Little Moses – Foto: Zoo Hannover

Doch bei der tierischen Inventur wird nicht nur gezählt: Vergleichswerte und wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben sich auch aus dem Wiegen und Messen der Tiere. Anhand der Vergleichszahlen aus den verschiedensten Zoos werden dann Durchschnittswerte pro Tierart ermittelt, anhand derer jeder Zoo die Entwicklung seiner Tiere überprüfen kann.

Was aber hat der hannoversche Erlebnis-Zoo im Einzelnen? Hier einige Zahlenbeispiele: 2 Eisbären, 9 Elefanten, 4 Berberlöwen, 5 Flusspferde, 103 Flamingos, 7 Schimpansen, 2 Wombats, 8 Aras, 19 Dikdiks, 7 Addax, 3 Pinselohrschweine, 12 Nordafrikanische Rothalsstrauße, 4 Drills und sogar ein ganzes Volk: das eine Ameisenvolk.

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