1600 Buskilometer nach Süden: LSV-Senioren an der Mosel

12. Oktober 2016 @

SEHNDE-NEWS.DE. Angesichts des kühlen Herbstes wird so mancher Senior des Lehrter Sportvereins gern an den einwöchigen Ausflug zurückdenken, der ihn im hochsommerlichen August mit seinen Sportfreunden an die schönsten Orte Deutschlands führte. Ein Teilnehmer beschreibt die Tour so:
Montag: Anfahrt mit dem Bus nach Leiwen an der Mosel. Die Temperatur war bei unserem Eintreffen angenehm sommerlich warm.

Die Sportler-Semioren des LSV auf M;oseltour - Foto: Privat

Die Sportler-Semioren des LSV auf M;oseltour – Foto: Privat

Dienstag: Von Traben-Trarbach mi einer Mosel-Schiffsfahrt nach Bernkastel-Kues
Dabei erfuhren wir, dass Traben-Trarbach zu den ersten Orten in Deutschland mit elektrischer Straßenbeleuchtung zählt und heute etwa 5800 Einwohner hat. Um einen einstigen Gasthof, heute ein Museum, ranken sich Geschichten. Goethe hatte hier 1792 übernachtet, nachdem er sich in einer arg stürmischen und finsteren Nacht über die aufgewühlte Mosel mit einer Fähre hatte übersetzen lassen. Auch wir fuhren mit einem Schiff nach Bernkastel-Kues, aber bei windstillem, sommerlichen Wetter und etwas über 30 °Celsius. Hier folgte ein Teil der Gruppe dem Stadtführer, ein anderer Teil suchte sich zwischen den mittelalterlichen Häusern doch lieber ein schattiges Plätzchen im Straßencafé.

Mittwoch: Von Echternach druchs Müllertal nach Luxemburg und weiter nach Saarburg
Neuer Tag – neue Ausflugsziele. Unser erstes Tagesziel war Echternach, die älteste Stadt des Großherzogtums Luxemburg. Das Müllertal, durch das wir dann auf dem Weg nach Luxemburg-Stadt fuhren, beeindruckte mit dicht gewachsenen Wäldern und auffallenden Steinformationen. Dann kam die Durchfahrt des Kirchberg-Plateaus: Das riesige Bankenviertel wirkte merkwürdig verlassen. Keine Menschen in den Straßen, keine Restaurants, keine Geschäfte. Ganz im Gegensatz zu dem ursprünglichen Teil der Stadt, durch das wir wieder zu Fuß gingen. In Saarburg schlenderten wir ein wenig durch die malerische Altstadt – das Thermometer zeigte inzwischen 38 Grad.

Donnerstag: Heute standen Trier und Cochem auf dem Programm
Trier, eine Stadt voller Geschichte und steinerner Zeugen römischer Vergangenheit und auch voller Touristen (Sonne, 33 Grad). Und zu unserer großen Überraschung trafen wir in Trier sogar weitere LSVer. Am Nachmittag waren wir in Cochem, fuhren dort mit einem Sessellift 155 Meter hoch zum Pinnerkreuz, fanden in der Nähe der Endstation ein kleines Eiscafé, aßen Eis, tranken Eiskaffee oder ein anderes kühles Getränk.

Diesen letzten Abend verbrachten wir wie auch die Tage zuvor in der Hotelanlage. Langweilig? Aber nein. Nach dem Abendessen (reichhaltig und gut), saßen wir im Innenhof der Anlage und ließen uns mit Musik, Modenschauen, Gesang und Kleinkunst unterhalten, tranken Wein – und wer mochte, konnte jeden Abend tanzen.

Freitag: Über die Burg Eltz ging es dann auf die Rückfahrt
Zwischenstopp zu einer Besichtigung. In diesem Jahr war es an der Burg Eltz. Vom Parkplatz bis zur Burg führen zwei Wege. 800 Meter oder 1,6 Kilometer lang, bei unterschiedlichen Marschanforderungen (Sonne, 34 Grad). Alternativ fuhr ein Shuttle-Bus. Alle trafen schließlich auf die eine oder andere Art und Weise an der Burg ein. Die Räume waren angenehm kühl und wirkten authentisch, weil sie entsprechend eingerichtet waren und alte Gemälde an den Wänden hingen, darunter ein Original von Lucas Cranach dem Älteren.

Mit einsetzender Dämmerung erreichten wir dann Lehrte. Insgesamt lagen rund 1600 Bus-Kilometer hinter uns. Die Temperatur war auf 30 Grad gesunken, fast „erfrischend“. Der Abschied an den verschiedenen Bushaltepunkten fiel schließlich entsprechend herzlich aus.

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