Zweifamilienhaus brennt in Lehrte

2. Mai 2015 @

Zu einem Dachstuhlbrand eines Zweifamilienhauses an der Manskestraße ist es Donnerstagnachmittag gegen 17.20 Uhr gekommen. Personen sind nicht verletzt worden. Das Haus ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Nach ersten Ermittlungen der Polizei sollen Schweißarbeiten einer Dachdeckerfirma den Brand ausgelöst haben.

Die Feuerwehr waren mit 75 Leuten am Brandort - Foto: JPH

Die Feuerwehren waren mit 75 Leuten am Brandort – Foto: JPH/Archiv

Ein 47 Jahre alter Nachbar hatte gegen 17.25 Uhr zunächst Brandgeruch wahrgenommen, kurze Zeit später dann auch Rauch aus dem Dachstuhl des Zweifamilienhauses bemerkt. Daraufhin alarmierte er die Feuerwehr. Nahezu zeitgleich hatte der 79 Jahre alte Hauseigentümer das Feuer bemerkt und mit seiner 75-jährigen Ehefrau sowie einer 55-jährigen Mieterin aus dem Obergeschoss das Gebäude verlassen.

Die Löscharbeiten der beteiligten Feuerwehren aus Lehrte, Hämelerwald, Steinwedel, Aligse und Ahlten gestaltete sich zunächst wegen des vorhandenen Dämmmaterials schwierig. Der Brand breitete sich deshalb weiterhin aus, bis die Feuerwehr das Dach, die Böden und Wände großflächig geöffnet hatte und an die Brandstelle kam. Erst dann konnte die Brandbekämpfung effizient erfolgen. Die Ausbreitung der Flammen wurde schließlich im Obergeschoss gestoppt. Nach Abschluss der Löscharbeiten spürte die Feuerwehr noch vorhandene Brandnester mit einer Wärmebildkamera auf und bekämpfte sie. Auf Grund des eingesetzten Löschwasser ist das Haus derzeit nicht bewohnbar. Der Dachstuhl ist nach Polizeiangaben nahezu vollständig zerstört.

Am Morgen des 1. Mai musste die Feuerwehr aus Lehrte dann nochmals anrücken, denn zwei Glutnester im rückwärtigen Bereich des Daches waren wohl unentdeckt geblieben und zeigten sich nun. Sie wurden unter Atemschutz gelöscht.

Den durch das Feuer entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf etwa 75 000 Euro. Sie vermutet nach ersten Ermittlungen, dass durch eine Dachdeckerfirma durchgeführte Schweißarbeiten zu dem Feuer geführt haben und ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Im Einsatz waren die Lehrter Feuerwehren mit 75 Leuten, der Rettungsdienst mit zwei RTW und einem Notarzt sowie die Polizei.

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