Vor Polizei abgehauen – dann Unfall und Festnahme

13. Januar 2017 @

Polizeibeamte haben Mittwochabend gegen 23 Uhr einen 29 Jahre alten BMW-Fahrer auf dem Messeschnellweg festgenommen. Dieser hatte zuvor in Begleitung eines bislang unbekannten Beifahrers auf der Marienstraße die Haltezeichen einer zivilen Funkstreife missachtet und ist anschließend geflohen.

Nach dem Unfall wurde der mutmaßliche Fahrer erwischt – Foto: JPH

Gegen 22.45 Uhr war die Streife auf der Marienstraße unterwegs und wollte den mit zwei Insassen besetzten vor ihr fahrenden BMW kontrollieren. Zu diesem Zweck gaben die Beamten dem Fahrer ein Anhaltezeichen. Nachdem dieses ignoriert worden war erfolgte die Anhalteaufforderung mit Blaulicht und Lichthupe. Trotzdem setzte der BMW seine Fahrt fort und wurde schneller. Mit zunehmender Geschwindigkeit fuhr er dabei über die Hans-Böckler-Allee und bog schließlich auf den Messeschnellweg in Richtung Messegelände ab, so die Polizei.

Auf dem Schnellweg geriet der Wagen im Bereich des Seelhorster Kreuzes ins Schleudern, prallte in die Mittelschutzplanke und blieb entgegengesetzt zur Fahrtrichtung stehen. In diesem Moment öffneten sich die Fahrzeugtüren und beide Fahrzeuginsassen flohen zu Fuß in unterschiedliche Richtungen. Der Fahrer hatte sich bei dem Unfall leicht verletzte. Um auf sich aufmerksam zu machen, gab ein 38 Jahre alter Polizeikommissar bei seiner Verfolgung zwei Signalschüsse in das Erdreich ab.

Schließlich gelang es den Beamten, den 29-jährigen mutmaßlichen Fahrer des BMW vorläufig festzunehmen, während der Beifahrer entkommen konnte. Im Rahmen der weiteren Überprüfung stellten die Beamten fest, dass der 29-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Die Ermittlungen zur Identität des Beifahrers dauern an.

Gegen den Fahrer ermittelt die Polizei jetzt wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie Verkehrsunfallflucht. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und einer ambulanten Behandlung in einer Klinik wieder entlassen.

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