Vier Mal klickten die Handschellen am Flughafen Hannover

26. Januar 2017 @

Wieder einmal kontrollierte die Bundespolizei am Flughafen Langenhagen die Fluggäste bei der Ankunft so erfolgreich, dass gleich vier Haftbefehle umgesetzt werden konnten. Zwei Festnahmen erfolgten dabei am Montag, zwei am Dienstag.

Am Montag nahm die Bundespolizei zunächst einen 23-jährigen algerischen Staatsangehörigen aufgrund zweier bestehender Haftbefehle fest. 2015 und 2016 war der Mann laut Bundespolizei jeweils wegen Diebstahls zu Geldstrafen von insgesamt 750 Euro oder 55 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt worden, bezahlte er diese nicht und entzog sich dem Antritt der Haftstrafen. Noch vor Abschluss seines in der Bundesrepublik Deutschland laufenden Asylverfahrens hatte er sich deshalb ins benachbarte Ausland abgesetzt. Der Betroffene wurde später dort aufgegriffen und jetzt im Rahmen einer Rückübernahme gemäß dem Dubliner Übereinkommen mit einem Flug aus Kopenhagen nach Hannover überstellt.

Die Bundespolizei hatte alles im Computer – Foto: JPH

Da sein mitgeführter Geldbetrag für die Abwehr beider Haftbefehle nicht ausreichte, erfolgte die Überstellung an die Justizbehörden zur Verbüßung einer Ersatzfreiheitsstrafe. In einem weiteren Verfahren wegen Hehlerei interessiert sich laut Polizei die betreffende Staatsanwaltschaft für den Aufenthaltsort des Betroffenen. Der ist nunmehr bekannt: Er lautet für die nächsten 20 Tage Justizvollzugsanstalt Hannover.

Einen weiteren 25-jährigen algerischen Staatsangehörigen nahm die Bundespolizei ebenfalls aufgrund eines bestehenden Haftbefehls fest am Montag fest. 2015 war er laut Polizei wegen Bedrohung zu einer Geldstrafe von 150 Euro oder 30 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt worden, hatte diese aber nicht bezahlt und entzog sich dann dem Antritt der Haftstrafe. Auch er hatte sich vor Abschluss seines in der Bundesrepublik Deutschland laufenden Asylverfahrens ins benachbarte Ausland abgesetzt. Auch er wurde später dort aufgegriffen und jetzt im Rahmen einer Rückübernahme gemäß dem Dubliner Übereinkommen mit einem  Flug aus Brüssel nach Hannover rücküberstellt. Er konnte jedoch durch sofortige Zahlung der Geldstrafe den Antritt der Haftstrafe vermeiden. Es erfolgte die Entlassung von der Dienststelle, verbunden mit der Auflage, sich bei seiner zuständigen Ausländerbehörde zu melden.

Am Dienstag traf die Kontrolle dann zwei rumänische Staatsangehörige am Flughafen Hannover. Sie wurden durch die Bundespolizei festgenommen. Bei ihrer grenzpolizeilichen Kontrolle des Fluges aus Bukarest stellten die eingesetzten Polizeibeamten gleich bei zwei Passagieren existierende Haftbefehle fest.

Beide Männer, im Alter von 27 und 24 Jahren, hatten nach entsprechenden Verurteilungen wegen Betrugs nicht gezahlt. Der 27-Jährige hatte noch 100 Euro oder zehn Tage Ersatzfreiheitsstrafe offen. Der 24-Jährige war wegen gemeinschaftlichen Diebstahls zu 200 Euro oder 20 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe verurteilt worden; auch er hatte die Geldstrafe nicht bezahlt und sich im weiteren Verlauf der Strafvollstreckung entzogen.

Durch sofortige Bezahlung der offenen Geldstrafen vermieden sie jedoch die Haftstrafen und durften weiterreisen. Gleichwohl interessierten sich die Justizbehörden bei dem 24-Jährigen in drei anstehender Gerichtsverfahren wegen Diebstahls in zwei Fällen und einem besonders schweren Diebstahl für die ladungsfähige Anschrift des Betroffenen. Wo die allerdings ist, teilt die Polizei nicht mit.

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