Update: Scheunenbrand in Klein Lobke – Brandstiftung

10. März 2017 @

Zu einem Großbrand bei dem insgesamt 120 Einsatzkräfte gegen die Flammen kämpften, war es gestern Abend in Klein Lobke an der Wegstraße gekommen. Dort war eine als Strohlager genutzte Halle in Brand geraten. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Arbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Die Polizei hat heute den Brandort untersucht und geht von einer „Inbrandsetzung“, also Brandstiftung, als Ursache aus. Bei dem Brand waren neben der Halle auch zwei Anhänger und rund 150 Strohballen vernichtet worden (SN berichteten).

150 Strohballen und zwei Anhänger verbrannten mit der Scheune – Foto: Sven Lurz

Ersten Erkenntnissen der Polizei von heute zufolge hatte ein 50-jähriger Zeuge Flammen und Rauchentwicklung an den Strohballen in der Scheune bemerkt und daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Die Scheune mit dem Stroh war an drei Seiten mit Wänden umschlossen, zur Wegstraße hin offen. Die eintreffende Feuerwehr konnte den Brand erst gegen 3 Uhr morgens als gelöscht melden, da die Strohballen zunächst aus der Halle geholt und auf einem Feld abgeladen werden mussten, um ihre vollständige Ablöschung zu prüfen und sicherzustellen. Durch die Flammen wurde der Unterstand beschädigt und 150 Strohballen sowie zwei Anhänger zerstört. Neben sieben Ortsfeuerwehren waren auch die Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehr Bilm angefordert und eingesetzt worden.

Der Einsatz dauerte bis etwa 3 Uhr am nächsten Morgen – Foto: Sven Lurz

Während des Einsatzverlaufes war das THW Burgdorf mit einem Baufachberater hinzugezogen worden, um die Statik des Gebäudes zu prüfen und eine Gefährdung der Einsatzkräfte auszuschließen. Um noch vorhandene Glutnester zu bekämpfen, wurde unter Zuhilfenahme eines Traktors mit Frontladers und eines Teleskopladers sowie mehreren abfahrenden Traktoren mit Anhängern der im Ort ansässigen Landwirte das Brandgut aus der Scheune geholt, abgelöscht, abtransportiert und auf einer Freifläche abgeladen, wo ebenfalls noch einmal abgelöscht wurde. Ein besonderer Dank ging dabei auch an die Klein Lobker Frauen, die Getränke und belegte Brote für die Einsätzkräfte während der Nacht bereitgestellt haben.

Heute haben Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes die Scheune aufgesucht und gehen von einer „Inbrandsetzung“ als Ursache des Feuers aus. Den entstandenen Schaden schätzen sie auf etwa 100 000 Euro. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise, insbesondere zu auffälligen Personen im Umfeld vor und während des Brandes, geben können. Diese nimmt die Kripo unter der Telefonnummer 0511/109-55 55 entgegen.

Siehe auch Sehnde-News Bericht von gestern mit Video.

Kommentare gesperrt.

© 2019 Sehnde-News.