Update: Großbrand bei Schäfers in Lehrte

26. Dezember 2016 @

Zu einem Feuer ist am vergangenen Morgen die Lehrter Feuerwehr um 5.52 Uhr durch eine Brandmeldeanlage alarmiert worden. Kurz darauf wurde die Alarmstufe durch die Leitstelle erhöht, da Notrufe aus dem Betrieb das Feuer bestätigten. Alarmort war die Großbäckerei Schäfers in der Mielestraße in Lehrte.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte war Feuerschein aus dem hinteren Teil der Produktionshalle zu sehen und eine starke Verrauchung war im gesamten Gebäude und im Außenbereich festzustellen. Die rund 50 Mitarbeiter hatten sich bereits an einer Sammelstelle eingefunden, so dass Personenschäden nicht zu beklagen waren.

220 Feuerwehrleute waren im Einsatz – Foto: JPH

Die Brandmeldeanlage hat in etwa 30 sogenannten „Melderlinien“ ausgelöst, der anwesende Brandschutzbeauftragte der Firma teilte der örtlichen Feuerwehr mit, dass es an zwei Stellen im Betrieb brenne und eine Förderanlage davon betroffen sei.

Da sich keine Personen mehr im Gebäude befanden, konzentrierten sich die ersten Feuerwehrkräfte auf die Erkundung im Gebäude, um die weiteren Maßnahmen effektiv zu planen und einzuleiten. Parallel wurde „Stadtfeuerwehralarm“ ausgelöst, um für die Größe des Objektes genügend Personal und Material zur Verfügung zu haben. Trotzdem mussten im weiteren Verlauf des Einsatzes zusätzlich die Ortsfeuerwehr Burgdorf mit einer 3. Drehleiter und die Teleskopmastbühne der Berufsfeuerwehr Hannover zum Einsatz gerufen werden.

Die Einsatzstelle wurde in die Abschnitte Ost, West und Nord unterteilt und aus allen Abschnitten begann die Brandbekämpfung über Hubrettungsgeräte und im Innenangriff. Im Westbereich brach das Feuer jedoch kurz nach dem Eintreffen der Lehrter Ortsfeuerwehr schon durch die Dachhaut und die Flammen schlugen bei starker Rauchentwicklung etwa zehn  Meter hoch aus dem Dach.

Das Feuer wurde dann in zwei Brandabschnitten im Inneren lokalisiert, wobei es im ersten Abschnitt relativ schnell im Innenangriff gelöscht werden konnte. An der zweiten Brandstelle waren jedoch mit Gas und Öl betriebene Öfen betroffen, die zu einer massiven Rauchentwicklung führten. Darum war ein Innenangriff in diesem Abschnitt zunächst nicht möglich. Parallel zu den Löscharbeiten im zweiten Abschnitt entrauchte die Feuerwehr bereits des Rest des Gebäudes unter Einsatz von sechs Hochleistungslüftern.

Über den Produktionsausfall gibt es noch keine Angaben – Foto: JPH

Zum Ende des Einsatzes befanden sich in der Dachhaut noch Glutnester und Brandstellen, an die auf Grund der durch die Hitze entstandenen akuten Einsturzgefahr des Bereiches weder aus der Halle noch vom Dach heranzukommen war. Von zwei Drehleitern wurden sie deshalb mit Schaum bekämpft. Nach rund 150 Minuten konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

Im Einsatz waren von den Stadtfeuerwehren Lehrte die Lehrter Ortswehr mit 33 Feuerwehrleuten und fünf Einsatzfahrzeugen, die Ortsfeuerwehren Aligse, Ahlten, Steinwedel, Immensen, Arpke, Sievershausen, Hämelerwald, Röddensen, Kolshorn sowie die Freiwillige Feuerwehr Burgdorf und die Berufsfeuerwehr Hannover; zusätzlich der Rettungsdienst, die Polizei, das Rote Kreuz und ein Fachberater vom THW. Insgesamt waren zeitweise 225 Einsatzkräfte vor Ort.

In den nächsten Tagen werden Beamte des Zentralen Kriminaldienstes die Ermittlungen in der Großbäckerei aufnehmen. Angaben zur Brandursache sowie zur Schadenshöhe kann die Polizei derzeit nicht machen. In dem betroffenen Bereich ist eine Produktion derzeit nicht möglich, über den Ausfall bestimmter Produkte gibt es noch keine Angaben.

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