Und am Sonntag waren’s schließlich vier

18. Juli 2017 @

Die Bundespolizei war am Wochenende vom 14. bis 16. Juli am Flughafen Hannover gleich viermal erfolgreich. Die Beamten konnten dort nach eigenen Angaben vier Personen bei der Ein- oder Ausreise als Gesuchte identifizieren und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen.

Die Bundespolizei hatte alles im Computer – Foto: JPH

Die erste Festnahme erfolgte am Freitag, 14. Juli, als ein 32-jähriger Deutscher bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle seines Fluges aus Antalya/Türkei an der Kontrolle festgenommen wurde. Gegen den Betroffenen bestanden laut Bundespolizei gleich zwei Haftbefehle wegen vorsätzlichem Fahrens ohne Fahrerlaubnis und vorsätzlicher Trunkenheit im Verkehr sowie einer Erzwingungshaft nach begangener Ordnungswidrigkeit. Für beide Fälle erbrachte die zwischenzeitlich informierte Familie des Betroffenen die erforderliche Geldsumme auf und zahlte insgesamt 1700 Euro ein, um den Antritt der sonst fälligen 110-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe und der 30-tägigen Erzwingungshaft abwenden.

Einen 57-jährigen belgischen Staatsangehörigen traf es dann noch am gleichen Tag, als er aus Izmir/Türkei zurückkehrte. Er hatte jedoch laut Polizei nicht so viel Glück, denn niemand löste ihn aus. 2014 war er der Polizei zufolge wegen Betrugs zu einer Geldstrafe in Höhe von 1225 Euro verurteilt worden, doch hielt er die vereinbarten Teilratenzahlungen nicht ein, sondern entzog sich im weiteren Verlauf der Strafvollstreckung. Aufgrund seiner Mittellosigkeit am Flughafen erfolgte die Überstellung zur Justizvollzugsanstalt Hannover zum Antritt einer 32-tägigen Restersatzfreiheitsstrafe.

Sonnabend, 15. Juli, wurde dann eine 25-jährige rumänische Staatsangehörige mit Flugziel Bukarest angehalten. Sie konnte sich durch Einzahlung von 277 Euro der Vollstreckung des gegen sie vorliegenden Haftbefehls mit einer zehntägigen Restersatzfreiheitsstrafe entziehen und den Flug nach Sofia antreten. Die Frau war 2015 wegen Hehlerei zu einer Geldstrafe von insgesamt 1000 Euro verurteilt worden, hatte aber dann die Teilratenzahlungen eingestellt, so die Polizei.

Die Schwester eines 28-jährigen Deutschen mit Flugziel Istanbul bewahrte dann am Sonntag ihren Bruder vor der Justizvollzugsanstalt. Der war 2016 wegen vorsätzlichem Fahren ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe in Höhe von 900 Euro verurteilt worden, bezahlte die Strafe aber nicht, sondern entzog sich im weiteren Verlauf sogar dem Antritt der dadurch fälligen 30-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe. Auch er konnte schließlich die Kontrolle passieren.

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