Statt Anzeige ging’s in Abschiebehaft

31. März 2018 @

Ein 31-jähriger Mann aus Benin erschien Donnerstagnachmittag auf der Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof. Eigentlich wollte er nur eine zivilrechtliche Streitigkeit anzeigen, landete letztlich aber stattdessen in Abschiebehaft, so die Bundespolizei.

Die Bundespolizei nahm den Beniner in Gewahrsam – Foto: JPH

Bei der routinemäßigen Überprüfung des Mannes bei der Anzeigenaufnahme stellten die Beamten fest, dass ein Vollstreckungshaftbefehl wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vorlag. Den haftbefreienden Betrag in Höhe von 223 Euro konnte der 31-Jährige noch bezahlen und so die Haft verhindern. Anschließend kontrollierten die Beamten jedoch auch seinen Aufenthaltsstatus und stellten fest, dass der Mann aus Benin sich seit 2014 unerlaubt in Deutschland aufhält und sich seitdem der Ausreiseanordnung und Abschiebeandrohung entzogen hatte.

Bei seiner folgenden Durchsuchung wurden Dokumente gefunden, die zudem den Anfangsverdacht der illegalen Arbeitsaufnahme rechtfertigen, so die Polizei. Für die weiteren Ermittlungen diesbezüglich ist nun der Zoll zuständig. Zum Vollzug der ausländerrechtlichen Maßnahmen übergaben die Beamten den Mann der zuständigen Landespolizei, die die weiteren Maßnahmen bezüglich der Abschiebung übernimmt, so die Bundespolizei.

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