„Sprengmittel“ beschädigt Arena-Dach in Sehnde

15. November 2015 @

Durch zwei kurz hintereinander zu hörende laute Explosionen ist Sehnde am Freitagabend gegen 21.30 Uhr erschüttert worden. Diese erfolgten hinter dem Rewe-Gebäude auf dem Parkplatz im Bereich des Rewe-Außenlagers. Die Polizei konnte keine Täter im Umfeld feststellen und sucht nun Zeugen.

Geschäftsführer Carsten Nothvogel zigt die Stellen, an denen die Ziegelteile durch die Decke schlugen - Foto: JPH

Geschäftsführer Carsten Nothvogel zeigt die Stellen, an denen die Ziegelteile durch die Decke schlugen – Foto: JPH

Freitagabend saßen mehrere Personen in der Arena Sehnde zusammen, als vor dem Gebäude eine Explosion ertönte und die Scheiben der Arena im ersten Stockwerk klirrten. Als einige Personen daraufhin nachsehen gingen, bemerkten sie auf dem Platz vor dem Treppenaufgang etwa sechs oder sieben junge Männer. Auf Nachfrage, was passiert sei, wurden die Fragenden beleidigt und ihnen mit Schlägen gedroht. Da einer der Männer die Treppe hinaufkam, kehrten die Besucher in die Arena zurück, verschlossen die Tür und riefen die Polizei.

„Bevor die mit mehreren Streifenwagen eintraf, rumste es erneut, dieses Mal auf dem Dach über unserem Eingang. Die Tür und die Fenster wackelten“, erläutert Arena-Geschäftsführer Carsten Nothvogel die Situation. Die eintreffenden Polizeibeamten ließen sich  Personenbeschreibungen geben und suchten die Umgebung mit den Streifenwagen ab, wurden aber nicht mehr fündig.

Etwa Daumennagelgroß waren die Steine, die durchs Dach schlugen - Foto: JPH

Etwa daumennagelgroß waren die Steine, die durchs Dach schlugen – Foto: JPH

Noch während die Suche lief, wurden die Schäden betrachtet und versucht, die Ursache zu ergründen. Durch den ersten Knall waren im unteren Gang der Außenlüfter von Rewe und die Deckenlamellen beschädigt worden. Durch den zweiten Sprengkörper entstand im Eingangsdach der Arena ein etwa 20 mal 20 Zentimeter großes Loch in den Dachziegeln und die Fragmente der Ziegel hatten in der Größe von ein mal einem Zentimeter die Deckengipsplatte nach unten an mehreren Stellen durchschlagen. „Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen ist nicht bekannt, welche Art von Sprengkörper verwendet wurde“, teilt die Polizei zu dem Vorfall mit.

„Das können keine ‚Polenböller‘ gewesen sein“, meint Nothvogel, „denn es gab unten und oben im Gang und auf dem Dach keine Papierreste, die auf Knallkörper hindeuten.“ Vielmehr ist zu vermuten, dass es eine Art Sprengmittel war. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt, den Schaden schätzt Nothvogel auf etwa 1000 Euro.

Zeugen, die Beobachtungen zu dem Vorfall gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Lehrte unter der Telefonnummer 05132/82 70 zu melden.

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