Seenotrettung: Kollision von zwei Segelyachten

20. Mai 2016 @

Nach einer Kollision zweier großer Segelyachten in der Flensburger Förde brachten die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestern alle zwölf Besatzungsmitglieder der Havaristen in Sicherheit. Alle Personen blieben unverletzt.

Die Nis Randers kam den Havaristen zu Hilfe - Foto: DGzRS

Die Nis Randers kam den Havaristen zu Hilfe – Foto: DGzRS

Gegen 16.20 Uhr ist es in der Nähe des Leuchtturms Kalkgrund zu einer schweren Kollision der beiden Yachten „Mytilus“ (14 Meter) und „Sagittarius“ (18 Meter) gekommen. An Bord der Mytilus befanden sich zehn Besatzungsmitglieder, auf der Sagittarius zwei. Beide Schiffe erlitten durch die Kollision schweren Wassereinbruch. Einer der Skipper setzte über den Not- und Anrufkanal 16 per UKW einen Mayday-Ruf ab. Die Seenotleitung Bremen der DGzRS setzte umgehend eine große Rettungsaktion in Gang.

Im Zulauf auf die beiden Havaristen waren neben dem Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ der Station Maasholm und dem Seenotrettungsboot „Jens Füerschipp“ der Freiwilligenstation Gelting das Polizeiboot „Staberhuk“, das Feuerlöschboot „Kiel“ sowie mehrere Schiffe und Sportboote, die sich zum Zeitpunkt der Kollision im weiteren Umfeld des Unglücks aufhielten. Als erstes vor Ort war der niederländische Dreimastsegler „Artemis“, der bis zum Eintreffen der Seenotretter die schwer beschädigte „Sagittarius“ sicherte. Auf beiden Havaristen brachten die Seenotretter sogenannte Lecksegel an, um den Wassereinbruch zu reduzieren. Mit mobilen Lenzpumpen stoppten sie auf beiden Fahrzeugen danach den Wassereinbruch.

Während die „Sagittarius“ von der „Nis Randers“ eingeschleppt wurde, konnte die Mytilus in Begleitung des Seenotrettungsbootes „Jens Füerschipp“ selbst einen Hafen anlaufen. Zur Unglücksursache liegen derzeit keine Erkenntnisse vor. Vor Ort herrschten zum Zeitpunkt des Unglücks schwache östliche Winde um zwei Beaufort.

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