Schwieriger Unfall auf der A 2

8. Juni 2018 @

Die freiwillige Feuerwehr Hämelerwald ist Donnerstag um 20.05 auf die Autobahn A 2 in Fahrtrichtung Berlin zu einem Folgeunfall im Verlauf eines vorausgegangen Staus alarmiert worden. Bereits am Nachmittag war dort ein Sattelschlepper zwischen den Anschlussstellen Peine-Ost und der Raststätte Zweidorfer Holz ins Schleudern gekommen, umgekippt und blieb quer auf der Autobahn A 2 liegen.

Mit schwerem Gerät musste der Beifahrer des PKW geborgen werden – Foto: JPH/Archiv

Zwischen der Anschlussstelle Hämelerwald und Peine fuhr nun gegen 20.05 ein Personenwagen kurz nach der Anschlussstelle Hämelerwald auf einen Lastzug und verkeilte sich unter dem Heckbereich des Lasters. Die Fahrerin und ihr Beifahrer wurden bei dem Unfall schwer verletzt, der Beifahrer wurde hierbei zudem eingeklemmt und musste von der Feuerwehr aufwendig mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug befreit werden. Der Lastwagenfahrer wurde bei dem Zusammenstoß nicht verletzt.

„An diesem Einsatzort“, so der Pressesprecher der Feuerwehr Lehrte, Benjamin Rüger, „gab es ein vorbildliches Eingreifen der Ersthelfer. Sie hielten sofort an und leisten schnelle Erste Hilfe. Durch diese konnte die Frau dann schnell aus dem Wagen befreit und bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte betreut werden.“

Die alarmierte Feuerwehr Hämelerwald stellte die Sicherungsmaßnahmen gegen den fließenden Verkehr her und sperrte den gesamten Abschnitt der Autobahn für den Einsatz. Zudem wurde der Brandschutz hergestellt und die Versorgung der Patienten sichergestellt. Der Beifahrer wurde aufwendig unter dem Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät aus dem Auto befreit. Zum Einsatz kamen hierbei zwei komplette Rüstsätze, zwei Spreizer, sowie zwei Scheren, zwei Rettungszylinder und zwei sogenannte Büffelwinden wie auch eine elektrische Säbelsäge.

Ein Rettungshubschrauber brachte den Beifahrer in die MHH – Foto: JPH/Archiv

„Eine besondere Herausforderung stellte im Verlauf der Rettungsmaßnahmen der verkeilte Wagen im Heckbereich des Lasters dar“, so Rüger. „Durch diesen Sitz konnte der Laster nicht nach vorn vom Personenwagen gezogen werden, um sich zusätzlichen Raum für den Patienten und dessen Rettung zu schaffen. Stattdessen musste der Lastzug im hinteren Bereich komplett angehoben werden. Nur so war eine erfolgreiche und zügige Rettung des Beifahrers möglich.“

Doch damit nicht genug. Wieder gab es Probleme mit der Rettungsgasse und den Gaffern. Anrückende Einsatzfahrzeuge wurden behindert, teilweise wurde die Rettungsgasse nach dem anrückenden Fahrzeug unsinnigerweise sogar wieder geschlossen. Gaffer mussten mehrfach von der Feuerwehr und Polizei aufgefordert werden, sich von der Einsatzstelle zu entfernen. Abhilfe konnte hier nur eine zusätzliche Polizeistreife schaffen, die die Brücke kontrollierte. Selbst eine Familie mit Kindern konnte sich nicht zurückhalten, mit ihren Fahrrädern auf der Autobahnbrücke zu halten, um dem Einsatzgeschehen zu folgen.

Die Fahrerin des Personenwagens kam in ein Krankenhaus, der Beifahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber in die MHH nach Hannover geflogen. Um 21.45 war der Einsatz beendet, die Einsatzkräfte konnten jedoch noch nicht einrücken, denn der nächste Hilferuf ließ nicht lange auf sich warten: Im weiteren Verlauf des Staus in Richtung Peine sollte ein Lastwagenfahrer nach akutem Krankheitsanfall versorgt werden. Der Stau wurde daraufhin abgefahren, die Alarmierung bestätigte sich nach der Erkundung glücklicherweise jedoch nicht, sodass die Einsatzkräfte dann um 22.45 endlich einrücken konnten.

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