Rauchmelder piepst – SEK muss anrücken

12. Dezember 2016 @

Ein 84-Jähriger hat am Sonnabendvormittag durch einem Einsatz nach einer Rauchmelderauslösung den Zugang zu seiner Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Straße Tollenbrink in Lahe nicht nur verweigert, sondern auch einen SEK-Einsatz ausgelöst. Denn zuvor hatte der Mann nicht nur der Feuerwehreinsatz behindert, sondern auch Polizeibeamte bedroht.

Das SEK nahm den Senior in Gewahrsam – Foto: JPH/Archiv

Gegen 10.40 Uhr hatte eine Mieterin des Mehrparteienhauses in der Wohnung des Seniors einen Rauchmelder piepen gehört und daraufhin den Notruf gewählt. Polizeibeamte nahmen nach eigenen Angaben kurze Zeit später vor dessen Wohnungstür Brandgeruch wahr, doch der Mieter weigerte sich vehement zu öffnen und drohte sogar damit zu schießen. Aufgrund der sich darstellenden Gesamtsituation konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der 84-Jährige im Besitz einer Waffe war.

Daraufhin forderten die Beamten vor Ort ein Spezialeinsatzkommando (SEK) an. Am frühen Nachmittag gegen 13.25 Uhr waren endgültig sämtliche Kommunikationsversuche mit dem Senior gescheitert. Daraufhin drangen die Spezialkräfte in seine Wohnung ein und setzten ihn fest. Offensichtlich hatte angebranntes Essen in der Wohnung für den Brandgeruch sowie die Auslösung des Warnmelders gesorgt.

Der renitente und weiterhin verbal aggressive Mann kam laut Polizei mit einem Rettungswagen zur medizinischen Untersuchung mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung und anschließend zur psychologischen Begutachtung in eine Klinik. Laut Polizei wurde er daraufhin in eine Psychiatrie eingewiesen. Eine Waffe fanden die Beamten übrigens nicht in seiner Wohnung.

 

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