Polizeidirektion Hannover lobt Einsatzkonzept um die HDI Arena

18. April 2017 @

Sehr zufrieden äußerte sich Hannovers Polizeivizepräsident Jörg Müller zum Einsatz anlässlich der Begegnung Hannover 96 und Eintracht Braunschweig. „Durch flexibles und sehr konsequentes Einschreiten ist es uns gelungen, gewaltbereite Anhänger beider Clubs zu trennen und insgesamt 183 Braunschweiger Chaoten auf dem Stadiongelände in Gewahrsam zu nehmen.“

Die Überwachung erfolgte auch aus der Luft – Foto: JPH/Archiv

Bereits am frühen Morgen hatten sich Hannoveraner Fußballanhänger am Küchengarten in Linden getroffen. Kurz nach 10 Uhr setzten sich dann zirka 1000 Menschen in Begleitung von Einsatzkräften in Richtung HDI Arena in Bewegung. Sowohl am Küchengarten wie auch bei dem sich anschließenden Fußmarsch kam es zum Zünden von Pyrotechnik.

Den Großteil der Unterstützer aus Braunschweig, der mit einem Sonder- und einem Entlastungszug angereist war, nahm die Polizei am Bahnhof Fischerhof in Empfang und eskortiere ihn ebenfalls ohne größere Zwischenfälle zum Stadion. Gegen 11.30 Uhr sahen sich die Beamten am Stadion mit der Situation konfrontiert, dass sich eine große Anzahl Braunschweiger am Eingang Süd-West gewaltsam Zugang zum Stadiongelände verschaffen wollten. Schnell beherrschten aber die Einsatzkräfte die Situation und nahmen 183 Randalierer in Gewahrsam. Für sie endete damit das Spiel bereits vor dem Spiel. Im Rahmen der weiteren Überprüfung stellten Beamte säckeweise potenzielles Beweismaterial, darunter Pyrotechnik, Vermummungsgegenstände und Werkzeuge, sicher.

Während der zweiten Halbzeit kam es im Bereich der Nordkurve zum Abbrennen von Pyrotechnik, verletzt wurde glücklicherweise niemand. Darüber hinaus nahmen Einsatzkräfte im Rahmen einer Kontrolle am Morgen an der Vahrenwalder Straße drei Männer in Gewahrsam und stellten bei ihnen ebenfalls umfangreiche Vermummungsgegenstände sicher. Insgesamt acht Polizeibeamte wurden beim Einsatz leicht verletzt, einer davon ist aktuell nicht mehr dienstfähig.

Nach Spielende wurde ein großer Teil der Braunschweiger Anhänger von der Polizei zum Bahnhof Fischerhof begleitet und stieg dort in die bereitgestellten Züge. Weitere Zwischenfälle oder Auseinandersetzungen blieben aus.

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