Polizei verhindert Aufeinandertreffen rivalisierender Fußballanhänger

25. Oktober 2016 @

Nicht nur bei den Erwachsenen kommt es zu Fan-Auseinandersetzungen, sondern bereits bei Jugendspielen greift diese Unsitte inzwischen um sich. So verhinderten Polizeikräfte am Sonnabendnachmittag durch ihr frühzeitiges und konsequentes Einschreiten, dass Angehörige der Risikoszene aus Hannover und Braunschweig im Rahmen des B-Juniorenspiels Hannover 96 II gegen Eintracht Braunschweig II aufeinander getroffen sind, teilt die Polizei am Montag mit.

Polizei verhinderte das Aufeinandertreffen der "Fans" - Foto: JPH/Archiv

Polizei verhinderte das Aufeinandertreffen der „Fans“ – Foto: JPH/Archiv

Um 15 Uhr hatte der Schiedsrichter die Partie der Niedersachsenliga auf einem Nebenplatz des Eilenriedestadions an der Clausewitzstraße angepfiffen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere Angehörige der braunschweiger Risikoszene am Spielfeldrand, die sich friedlich verhielten. Vorsorglich zog die Polizeidirektion Hannover mehrere Beamte, darunter auch Polizeipferde und -hunde am Stadion zusammen. Kurz vor Spielende stürmte die Gruppe an einen Zaun, hinter dem sich offensichtlich einige Risikoanhänger aus Hannover aufhielten. Ein Aufeinandertreffen beider Lager verhinderten die Polizeikräfte, dennoch zündeten beide Seiten einige pyrotechnische Gegenstände.

Aufgrund dieser Vorkommnisse beendete der Schiedsrichter die Partie kurz vor dem ohnehin bevorstehenden Abpfiff und die Jugendspieler gingen in die Kabine. Im weiteren Verlauf versuchten die beiden rivalisierenden Gruppen erneut, am Stadioneingang zusammenzutreffen, was durch das in der Zwischenzeit geschlossene Eingangstor verhindert wurde. Daraufhin flüchteten die Hannoveraner mit etwa 40 Personen in unbekannte Richtung.

Die Polizeikräfte konnten die braunschweiger Anhänger im Stadion binden und die Personalien von 89 Personen feststellen. Auch sechs Personen aus Hannover wurden im Stadionnahbereich kontrolliert. Nach Abschluss der Maßnahmen gegen 19.20 Uhr erhielt die auswärtige Gruppe ein Aufenthaltsverbot für das hannoversche Stadtgebiet.

Nun ermitteln die Beamten wegen Landfriedensbruch und des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Nach derzeitigem Stand sind laut Polizei während des gesamten Einsatzes keine Personen verletzt worden.

 

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